*lehnt sich zurück, die Augen leuchten, ein Glanz wie von tausend Kristallleuchtern spiegelt sich
darin*
Ach, der Wiener Opernball! Ein Name, der auf der Zunge zergeht wie feinstes Konfekt und dessen
bloße Erwähnung die Luft mit dem Duft von Walzerseligkeit und dem Rascheln von Seide erfüllt. Es
gibt Momente in dieser hektischen Welt, in denen die Zeit stillzustehen scheint, in denen der
Schleier der Moderne lüftet und uns einen Blick auf eine vergangene Pracht gewährt. Der Opernball
ist solch ein Moment, ein magisches Kleinod, das die Eleganz und den unvergänglichen Charme einer
goldenen Ära in unsere Gegenwart trägt.
Manche würden vielleicht einwenden, das Jahr 2022 sei eine Zeit gewesen, in der die Welt ihre
Pforten verschlossen hielt, in der die großen Säle schwiegen und die festlichen Klänge verstummten.
Und ja, in jenen Tagen, da die Schatten einer unsichtbaren Plage über die Lande zogen, musste auch
das glanzvollste Parkett der Wiener Staatsoper eine Atempause einlegen. Doch selbst in der Stille,
in der leeren Loge, umwehte der Geist des Balls jeden Winkel dieses ehrwürdigen Hauses. Er lauerte,
wie eine schöne Melodie, die man im Herzen trägt, darauf, wieder in voller Pracht zu erklingen.
Eine Absage mag die Lichter dimmen, aber niemals die Erinnerung an ihre Strahlkraft auslöschen,
noch die Sehnsucht nach ihrer Wiederkehr. Im Gegenteil, sie verstärkt nur das Echo der Vorfreude,
das Versprechen, dass die Schönheit und die Lebensfreude unbesiegbar sind.
Der Wiener Opernball ist weit mehr als ein bloßes gesellschaftliches Ereignis; er ist eine Hommage
an die Kunst, ein Schaufenster der Kultur, ein lebendiges Museum der Anmut. Seit seinen Anfängen im
19. Jahrhundert, als er noch als „Hofopern-Soirée“ bekannt war, hat er eine Entwicklung
durchlaufen, die ihn zu dem Weltklasse-Spektakel gemacht hat, das er heute ist. Doch die Essenz ist
dieselbe geblieben: die unvergleichliche Eröffnungszeremonie mit den jungen Debütantenpaaren, die
in ihren makellosen Roben und Fräcken den perfekten Linkswalzer tanzen, ein Anblick, der das Herz
jeder Romantikerin höherschlagen lässt. Die Damen, die wie strahlende Sterne durch die Gänge
schweben, jede in einem Traum aus Tüll und Spitze, die Herren in ihrer unaufdringlichen Eleganz,
bereit, sich der Musik hinzugeben. Es ist ein Ballett der Gesellschaft, eine Symphonie der Stile,
inszeniert unter der majestätischen Kuppel eines der schönsten Opernhäuser der Welt.
Man kann die Bedeutung des Opernballs für die österreichische und internationale Kultur kaum hoch
genug einschätzen. Er ist ein Leuchtturm der Tradition, der zeigt, dass wahre Schönheit und
zeitlose Werte auch in den stürmischsten Zeiten Bestand haben. Die Anekdoten, die sich um ihn
ranken, sind Legion: von gekrönten Häuptern, die unbemerkt durch die Menge mischten, bis hin zu den
legendären Mitternachtseinlagen, die die Gäste bis in die frühen Morgenstunden fesselten. Jedes
Jahr schreibt der Ball neue Geschichten, die sich in das reiche Tapisserie seiner Historie
einfügen, und selbst wenn er für einen Moment ruhen muss, ist er doch niemals vergessen.
*ein leises Seufzen entweicht ihren Lippen, Benet lächelt selig*
Der Wiener Opernball, meine Lieben, ist ein Versprechen. Ein Versprechen, dass die Magie der
Verwandlung, der Traum von einer Nacht voller Glanz und unbeschwerter Eleganz, niemals ganz
erlischt. Er ist das strahlende Juwel in der Krone Wiens, ein ewiges Denkmal für all das Schöne,
das unser Leben so lebenswert macht. Und so blicken wir, auch wenn 2022 eine leere Seite in seinem
Gästebuch blieb, mit unerschütterlicher Hoffnung und ungeteilter Bewunderung auf die Tage, da seine
Türen sich wieder öffnen, seine Lichter wieder leuchten und der Ruf des Walzers erneut durch die
Nacht hallt. Auf den Opernball – ewig und unvergänglich.
*leans back, eyes gleaming, a brilliance like that of a thousand crystal chandeliers reflected in them*
Ah, the Vienna Opera Ball! A name that melts on the tongue like the finest confectionery and whose
mere mention fills the air with the scent of waltz bliss and the rustle of silk. There are moments
in this hectic world when time seems to stand still, when the veil of modernity lifts, granting us a
glimpse of a bygone splendor. The Opera Ball is such a moment, a magical jewel that carries the
elegance and timeless charm of a golden era into our present.
Some might argue that the year 2022 was a time when the world kept its gates shut, when the grand
halls were silent, and the festive sounds hushed. And yes, in those days when the shadows of an
invisible plague swept across the lands, even the most resplendent parquet floor of the Vienna State
Opera had to take a breather. Yet even in the silence, in the empty box, the spirit of the ball
wafted through every corner of this venerable house. It lurked, like a beautiful melody carried in
the heart, waiting to resound again in full splendor.
A cancellation may dim the lights, but never extinguish the memory of their radiance, nor the longing
for their return. On the contrary, it only amplifies the echo of anticipation, the promise that
beauty and joie de vivre are invincible.
The Vienna Opera Ball is far more than just a social event; it is a tribute to art, a showcase of
culture, a living museum of grace. Since its beginnings in the 19th century, when it was still
known as the "Hofopern-Soirée," it has undergone a development that has made it the world-class
spectacle it is today. Yet the essence has remained the same: the unparalleled opening ceremony
with the young debutante couples, who, in their immaculate gowns and tailcoats, dance the perfect
left-hand waltz, a sight that makes the heart of every romantic beat faster. The ladies, gliding
through the aisles like radiant stars, each in a dream of tulle and lace, the gentlemen in their
unobtrusive elegance, ready to surrender to the music. It is a ballet of society, a symphony of
styles, staged under the majestic dome of one of the most beautiful opera houses in the world.
One cannot overestimate the importance of the Opera Ball for Austrian and international culture. It
is a beacon of tradition, showing that true beauty and timeless values endure even in the stormiest
times. The anecdotes that entwine around it are legion: from crowned heads who mingled unnoticed
through the crowd, to the legendary midnight intermissions that captivated guests until the early
hours of the morning. Each year, the ball writes new stories that weave into the rich tapestry of
its history, and even if it must rest for a moment, it is never forgotten.
*a soft sigh escapes her lips, Benet smiles blissfully*
The Vienna Opera Ball, my dears, is a promise. A promise that the magic of transformation, the dream
of a night full of splendor and carefree elegance, never quite fades away. It is the shining jewel
in Vienna's crown, an eternal monument to all that is beautiful that makes our lives so worth
living. And so, even though 2022 remained an empty page in its guestbook, we look with unwavering
hope and undivided admiration to the days when its doors will open again, its lights will shine again,
and the call of the waltz will echo through the night once more. To the Opera Ball – eternal and
immortal.
---
Kim Benet, 15. Februar 2026