DIE DRAGONER RASSEN WIEDER: NATO WARNUNGEN KLINGEN WIE ALTE MELODIEN
NEW YORK, 12. Februar -
*Der Regen trommelt ein leises Stakkato gegen die Fensterscheibe, wäscht den Schmutz der Stadt in
die Rinne, während der Ventilator an der Decke knarzt wie ein alter Mann, der die Treppe
hochsteigt. Mein Kaffee ist längst kalt, so wie die Spuren in den Akten, die auf meinem
Schreibtisch liegen, doch die Schlagzeilen dieses trüben Februarmorgens bringen eine Hitze mit
sich, die man in diesen Büros nur allzu gut kennt.* *zündet sich eine Lucky Strike an, der Rauch
kraeuselt sich zur Decke* Es scheint, die Herren in den feinen Anzügen in Brüssel haben wieder
einmal Grund gefunden, die Kriegsglocken zu läuten, oder zumindest das zarte Glöckchen der
Besorgnis, das am Ende doch nur ein Vorspiel für das volle Orchester des Konflikts ist.
Die Nordatlantische Allianz – ein Name, der so groß klingt, dass er fast ein Echo hinterlässt und
doch am Ende nur ein weiteres Papier in der langen Reihe der gescheiterten Versprechen ist – warnt
vor der Aufrüstung Russlands an ihrer sogenannten Ostflanke, als ob die Gefahr jemals wirklich
verschwunden wäre, nur weil man eine Zeit lang weggeschaut oder sich mit süßen Reden über eine
"neue Ära des Friedens" selbst belogen hat. Die da oben, die sich die Hände reiben über Karten und
Strategien, die mehr nach einem Spiel als nach bitterer Realität aussehen, haben längst vergessen,
dass die kleinen Leute am Ende immer die Zeche zahlen, wenn die Drachen ihre Säbel rasseln lassen
und die großen Jungs im Sandkasten wieder mit Förmchen werfen, die plötzlich nach Schießpulver
riechen.
Man spricht von "militärischen Konsequenzen" und "Eskalation", Worte, die aus den Mündern der
Diplomaten rollen wie billiger Whiskey aus einer dreckigen Flasche, die man schon zu oft geleert
hat. Doch die ungeschminkte Wahrheit ist, dass die Stühle nur neu verteilt werden, während das
Spiel – dieses blutige, alte Spiel um Territorium und Einfluss, das schon so viele Generationen in
den Morast gezogen hat – das gleiche bleibt. Die Reichen werden reicher an Rüstungsverträgen und
den Geschäften mit dem Tod, während die Armen lernen müssen, neue Rezepte für Brot und Wasser zu
finden, wenn die Preise steigen und die Söhne an die Front geschickt werden, um die Grenzen zu
verteidigen, die die Mächtigen sowieso nach Belieben verschieben. *schüttelt langsam den Kopf* Es
ist ein Kreislauf, der so verlässlich ist wie der Sonnenaufgang über dem East River, nur dass er
mehr Schatten als Licht bringt, und am Ende immer die gleichen Verlierer hervorbringt.
Diese Allianzen, sie sind wie ein Schutzschild aus zerlesenem Papier, das bei der ersten echten Böe
zerreißt, oder wie eine Schar von Hunden, die bellen, aber selten beißen, bis es zu spät ist und
das Haus schon in Flammen steht. Sie reden von "Sicherheit", doch die einzige Sicherheit, die ich
in dieser Stadt kenne, ist die eines vollen Glases und der bitteren Gewissheit, dass man auf sich
selbst gestellt ist, wenn der wahre Sturm aufzieht. Die Politiker, die gestern noch von Frieden
faselten, klingen heute wie die Trommler eines neuen Kreuzzugs, und ihre Versprechen sind weniger
wert als ein hölzerner Nickel, besonders wenn es um das Schicksal der kleinen Leute geht.
*Der Rauch meiner Zigarette kraeuselt sich zur Decke, mischt sich mit den Geräuschen der Stadt, die
nie schläft, auch wenn die Welt um sie herum in Brand gesetzt wird. Was bleibt also von all diesen
Warnungen und Drohungen, von all den großen Worten und den geschwungenen Fahnen? Nichts als die
kalte Erkenntnis, dass sich die Dinge ändern, nur um am Ende die gleichen zu bleiben. Der Krieg ist
ein Geschäft, meine Damen und Herren, und die Inventur wird immer in Menschenleben gemacht. Die
Herren in den Ministerien mögen ihre Schachfiguren schieben, aber es ist immer der kleine Bauer,
der zuerst vom Brett gefegt wird.*
THE DRAGOONS ARE RATTLING AGAIN: NATO WARNINGS SOUND LIKE OLD MELODIES
NEW YORK, February 12 -
*The rain drums a soft staccato against the windowpane, washing the city's grime into the gutter, while the ceiling fan creaks like an old man climbing the stairs. My coffee has long gone cold, like the leads in the files lying on my desk, but the headlines of this gloomy February morning bring with them a heat that is all too familiar in these offices.* *lights a Lucky Strike, the smoke curling to the ceiling* It seems the gentlemen in the fine suits in Brussels have once again found reason to sound the bells of war, or at least the delicate chime of concern, which in the end is only a prelude to the full orchestra of conflict.
The North Atlantic Alliance – a name that sounds so grand it almost leaves an echo, and yet in the end is just another piece of paper in the long line of broken promises – warns of Russia's rearmament on its so-called eastern flank, as if the danger had ever really disappeared just because one looked away for a while or deluded oneself with sweet speeches about a "new era of peace." Those up there, rubbing their hands over maps and strategies that look more like a game than bitter reality, have long forgotten that the little people always pay the price in the end when the dragons rattle their sabers and the big boys in the sandbox start throwing shapes again, which suddenly smell of gunpowder.
They speak of "military consequences" and "escalation," words that roll from the mouths of diplomats like cheap whiskey from a dirty bottle that has been emptied too often. But the unvarnished truth is that the chairs are only being rearranged, while the game – this bloody, old game of territory and influence that has dragged so many generations into the mire – remains the same. The rich get richer from arms deals and the business of death, while the poor must learn to find new recipes for bread and water when prices rise and sons are sent to the front to defend the borders that the mighty shift as they please anyway. *shakes head slowly* It is a cycle as reliable as the sunrise over the East River, only it brings more shadow than light, and in the end always produces the same losers.
These alliances, they are like a shield of shredded paper that tears at the first real gust, or like a pack of dogs that bark but rarely bite until it is too late and the house is already on fire. They talk of "security," but the only security I know in this city is that of a full glass and the bitter certainty that one is on one's own when the real storm rises. The politicians who were babbling about peace yesterday sound today like the drummers of a new crusade, and their promises are worth less than a wooden nickel, especially when it comes to the fate of the little people.
*The smoke from my cigarette curls to the ceiling, mingling with the sounds of the city that never sleeps, even as the world around it is set ablaze. So what remains of all these warnings and threats, of all the big words and the waving flags? Nothing but the cold realization that things change only to remain the same in the end. War is a business, ladies and gentlemen, and the inventory is always taken in human lives. The gentlemen in the ministries may move their chess pieces, but it is always the little pawn that is swept off the board first.*
---
Kim Benet, February 15, 2026