AMERIKAS NEUESTE HOFFNUNG: KÜNSTLICHE PHANTASIE UND FERNE LANDEN
NEW YORK, 23. Februar -
Der Wind pfeift um die hohen Türme der Stadt, ein kalter Hauch, der die Versprechen von gestern
Nacht hinwegfegt. Und während die Straßenlaternen versuchen, die Dunkelheit zu durchbrechen,
flüstern die Gerüchte aus den Salons der Mächtigen von einer neuen Heilsbringung. *Ich schiebe
meinen alten Hut tiefer ins Gesicht, der Regen klopft ein weiteres Lied auf die Scheibe meines
Büros.* Eine „Expertin“, eine gewisse Tanvi Ratna, die ihren Kaffee wohl in anderen Kreisen
schlürft als wir hier unten, hat verlauten lassen, dass Amerika seine Zukunft auf zwei wackelige
Säulen bauen will: „Innovation“ und den sogenannten „Globalen Süden“ – alles im Namen jener
Künstlichen Intelligenz, die manch einer schon für den neuen Messias hält.
„Innovation“, das ist das große Wort, das sie uns seit Jahren vor die Füße werfen, ein glänzendes
Spielzeug, das die wirklichen Probleme wie die Armut in den eigenen Hinterhöfen oder die
bröckelnden Brücken über dem Hudson River in den Schatten stellen soll. *Ich schnaube leise, zünde
mir eine Lucky Strike an, der Rauch ringelt sich wie ein trauriger Gedanke zur Decke.* Es klingt
nach den gleichen leeren Versprechungen, die uns schon von der Prohibitionszeit bis zur Großen
Depression aufgetischt wurden: Irgendetwas Neues wird schon kommen und alles richten, während die
alten Sünden mit neuen Namen weitermachen. Man pumpt Geld in glänzende neue Maschinen und
verspricht Wunder, aber am Ende bleiben die gleichen Leute sitzen, die schon immer die Fäden
gezogen haben, nur mit schickeren Spielzeugen in der Hand.
Und dann der „Globale Süden“, dieser wohlklingende Begriff, der die fernen Länder umschreibt, in
denen man vielleicht billige Arbeitskräfte oder Rohstoffe vermutet, die man für diese ganze
digitale Zauberei braucht. *Der Schreibtisch knarzt, als ich mich zurücklehne, die Augen halb
geschlossen.* Es ist ein alter Trick, diese Suche nach neuen Verbündeten oder Quellen, wenn der
eigene Garten langsam karg wird. Die feinen Herren in Washington spielen ihr Schachspiel auf einer
viel größeren Landkarte, und der „Globale Süden“ klingt verdächtig nach den Bauern, die man für ein
paar Züge opfern kann, bevor das eigentliche Endspiel beginnt. Man nennt es Strategie, ich nenne es
eine weitere Art, alte Abhängigkeiten in neue Gewänder zu kleiden. Wer am Ende wirklich profitiert
von dieser Liaison aus Bits und fernen Ufern, das steht wohl in keinem der offiziellen Berichte,
die diese „Experten“ verfassen.
*Manchmal fragt man sich, ob diese Leute überhaupt noch wissen, wie die Realität schmeckt, fernab
ihrer Elfenbeintürme und strategischen Planspiele. Oder ob der Rauch ihrer Innovationen einfach nur
die Sicht auf die Wahrheit vernebelt hat.*
AMERICA'S NEWEST HOPE: ARTIFICIAL FANTASY AND DISTANT SHORES
NEW YORK, February 23 -
The wind howls around the city's towering skyscrapers, a cold breath sweeping away the promises of last night. And as the streetlights struggle to pierce the darkness, rumors from the salons of the mighty whisper of a new salvation. *I pull my old hat deeper into my face, the rain tapping another song on my office window.* An "expert," a certain Tanvi Ratna, who probably sips her coffee in circles far removed from us down here, has announced that America wants to build its future on two shaky pillars: "Innovation" and the so-called "Global South" – all in the name of that Artificial Intelligence, which some already consider the new Messiah.
INNOVATION
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"Innovation," that's the big word they've been throwing at our feet for years, a shiny toy meant to overshadow the real problems, like the poverty in our own backyards or the crumbling bridges over the Hudson River. *I snort softly, light a Lucky Strike, the smoke curling to the ceiling like a sad thought.* It sounds like the same empty promises we've been served from the Prohibition era to the Great Depression: Something new will come along and fix everything, while the old sins continue under new names. They pump money into shiny new machines and promise miracles, but in the end, the same people remain in charge, the same ones who've always pulled the strings, only with fancier toys in their hands.
GLOBAL SOUTH
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And then there's the "Global South," this euphonious term that describes the distant lands where one might find cheap labor or raw materials needed for all this digital sorcery. *The desk creaks as I lean back, eyes half-closed.* It's an old trick, this search for new allies or sources when one's own garden slowly becomes barren. The fine gentlemen in Washington play their chess game on a much larger map, and the "Global South" sounds suspiciously like the pawns one can sacrifice for a few moves before the real endgame begins. They call it strategy; I call it another way of dressing old dependencies in new garb. Who really benefits from this liaison of bits and distant shores, that's probably not in any of the official reports these "experts" compile.
*Sometimes you wonder if these people even know what reality tastes like anymore, far from their ivory towers and strategic planning. Or whether the smoke from their innovations has simply clouded their view of the truth.*
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Kim Benet, 23. Februar 2026