*Die Glühbirne über dem Schreibtisch flackert wie ein sterbender Stern, und der Whiskey im Glas hat die Farbe von flüssigem Kupfer, die sich langsam in die Tiefe zieht, als würde die Zeit selbst darin versinken. Draußen heult der Regen gegen die Scheiben – ein trauriges, rhythmisches Lied, das sich mit den Seufzern der Stadt vermischt. Die Redaktion ist ein Raum aus Schatten und blassem Licht, in dem die Wahrheit sich wie Rauch durch die Finger schlüpft. Heute Nacht wird sie brennen. Heute Nacht wird Rodrigo Duterte ihr Opfer sein.*
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Der Internationale Strafgerichtshof hat seine Klauen in die Wunde der globalen Demagogie geschlagen – und blutet. Das Vorverfahren gegen Rodrigo Duterte, den philippinischen Ex-Präsidenten, dessen Name wie ein Fluch über Manila hängt, ist kein gewöhnlicher Fall. Es ist ein Krieg um die Seele der Menschenrechte, ein Kampf zwischen dem Messer und der Waage, zwischen dem Recht, das sich windet wie eine Schlange, und der Macht, die sich wie Öl über alles ausbreitet. Die Anklage wirft ihm vor, Tausende in seiner „sauberen“ Drogenkampagne ermordet zu haben – ein Verbrechen, das sich nicht in Zahlen erschöpft, sondern in den Gesichtern derer, die im Nacken eines Schusses erstarrten, in den Tränen der Hinterbliebenen, die niemand tröstet.
Duterte selbst steht wie ein betrunkener Titan vor dem Spiegel der Geschichte und lacht. Er wird nicht kommen. Warum auch? Er kennt die Regeln dieses Spiels – die Regeln, die für ihn gelten und für andere nicht. Sein Sohn, Paolo, der jüngere Duterte, schickt Botschaften wie gezackte Messer: „Die Philippinen werden sich nicht unterwerfen.“ Die Familie ist ein Königreich, und der ICC ist nur ein lästiger Bittsteller an der Tür. Doch die Wahrheit hat keine Grenzen. Sie kriecht durch Ritzen, sie flüstert in den Ohren derer, die sie hören wollen – und sie brennt.
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*Ein Schluck Whiskey, und plötzlich schmeckt die Luft nach verbranntem Papier und ungesüßter Realität. Irgendwo in Den Haag sitzen die Richter, die wie Geister der Gerechtigkeit durch die Akten wandeln. Sie wissen, dass sie gegen einen Mann kämpfen, der die Justiz wie ein nasses Tuch auswringt. Duterte hat seine eigene Version der Wahrheit – eine, die mit Beilen und Bomben geschrieben wurde. Er nennt seine Opfer „Kollateralschäden“, als wäre Krieg ein Spiel, bei dem die Regeln jederzeit geändert werden dürfen. Die UNO hat gemurmelt, Amnesty International hat geschrien, doch am Ende zählt nur das, was bleibt: die Leichen in den Flüssen, die Frauen, die ihre Männer nicht mehr finden, die Kinder, die aufhören zu weinen, weil es nichts mehr gibt, was sie betrauern könnten.*
Die Philippinen sind ein Land, das sich selbst vergiftet hat. Duterte war nur der Arzt mit dem Gift in der Spritze. Sein System funktioniert wie ein Krebs – es frisst alles auf, was ihm im Weg steht, und lächelt dabei. Doch jetzt, wo die Finger des ICC sich um die Kehle der Impunität legen, zuckt das Monster. Die Familie Duterte ist nicht unantastbar. Sie ist nur zu gut darin, die Welt glauben zu lassen, sie stehe über ihr. Doch die Wahrheit ist eine Diebin. Sie stiehlt, sie lügt, sie verbrennt alles, was sie berührt – und eines Tages wird sie auch das Haus der Dutertes erreichen.
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*Der Regen hat aufgehört. Draußen liegt die Stadt wie ein nasser Leichnam im Straßenlicht. Die Luft riecht nach Asphalt und Verrat. Ich nehme einen letzten Schluck Whiskey und setze den Stift an. Die Worte fließen wie Blut aus einer Wunde, die nie ganz verheilt. Der ICC ist kein Heiliger. Er ist ein Mann mit einem Säbel, der weiß, dass er gegen Dämonen kämpft. Und Duterte? Er ist kein Mann. Er ist ein Symbol. Ein Fleisch gewordener Albtraum, den eine Nation sich selbst ins Haus geholt hat. Die Philippinen werden ihn nicht fallen lassen. Nicht heute. Nicht morgen. Doch die Geschichte hat Geduld. Sie wartet. Sie wartet, bis die letzten Lügen verfliegen – und dann wird sie ihn holen.*
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Die Familie Duterte hat ihre eigenen Waffen. Sie hat die Medien, sie hat die Straßen, sie hat die Männer mit den Maschinenpistolen, die im Namen des „Volkswillens“ töten. Sie hat alles – bis auf eines: die Fähigkeit, die Vergangenheit zu begraben. Die Leichen ihrer Opfer werden nie vergessen sein. Die Tränen der Mütter, die nie mehr lachen werden. Die Kinder, die ohne Väter aufwachsen. Das ist die wahre Anklage. Nicht die Papiere des ICC. Nicht die Reden der Diplomaten. Sondern die stumme, ewige Schande, die sich in den Knochen der Nation festfrisst wie ein Parasit.
*Die Glühbirne erlischt. Die Dunkelheit füllt den Raum, und für einen Moment glaube ich, dass ich die Stille hören kann – das Flüstern derer, die nicht mehr da sind. Dann zünde ich eine Kerze an. Ihr Licht ist schwach, aber es reicht. Es reicht, um die Schatten zu sehen. Es reicht, um zu wissen: Irgendwann wird die Gerechtigkeit kommen. Und sie wird nicht schön sein. Sie wird schmutzig sein. Sie wird wie ein Messer in der Nacht sein. Sie wird wehtun.*
— **Kim Benet, Silk & Shadows**
*The light bulb above the desk flickers like a dying star, and the whiskey in the glass is the color of liquid copper, slowly sinking into the depths as if time itself were dissolving within it. Outside, the rain howls against the panes – a sad, rhythmic song that mingles with the sighs of the city. The newsroom is a space of shadows and pale light, where truth slips through your fingers like smoke. Tonight, it will burn. Tonight, Rodrigo Duterte will be its victim.*
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The International Criminal Court has sunk its claws into the wound of global demagoguery – and it bleeds. The preliminary proceedings against Rodrigo Duterte, the Philippine ex-president whose name hangs over Manila like a curse, are no ordinary case. It is a war for the soul of human rights, a battle between the knife and the scale, between the law that twists like a snake and the power that spreads like oil over everything. The indictment accuses him of murdering thousands in his "clean" drug campaign – a crime that is not exhausted in numbers, but in the faces of those who froze at the nape of a shot, in the tears of the bereaved whom no one comforts.
Duterte himself stands before the mirror of history like a drunken titan, laughing. He will not come. Why should he? He knows the rules of this game – the rules that apply to him and not to others. His son, Paolo, the younger Duterte, sends messages like jagged knives: "The Philippines will not submit." The family is a kingdom, and the ICC is just a pesky petitioner at the door. But the truth has no boundaries. It creeps through cracks, it whispers in the ears of those who want to hear it – and it burns.
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*A sip of whiskey, and suddenly the air tastes of burnt paper and unsweetened reality. Somewhere in The Hague sit the judges, wandering through the files like ghosts of justice. They know they are fighting a man who wrings out justice like a wet cloth. Duterte has his own version of the truth – one written with axes and bombs. He calls his victims "collateral damage" as if war were a game where the rules can be changed at any time. The UN has mumbled, Amnesty International has screamed, but in the end, all that remains is what remains: the corpses in the rivers, the women who can no longer find their husbands, the children who stop crying because there is nothing left for them to mourn.*
The Philippines is a country that has poisoned itself. Duterte was just the doctor with the poison in the syringe. His system works like a cancer – it eats everything in its path while smiling. But now that the fingers of the ICC are closing around the throat of impunity, the monster twitches. The Duterte family is not untouchable. They are just too good at making the world believe they are above it. But the truth is a thief. She steals, she lies, she burns everything she touches – and one day she will reach the house of the Dutertes.
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*The rain has stopped. Outside, the city lies like a wet corpse in the streetlights. The air smells of asphalt and betrayal. I take one last sip of whiskey and put the pen to paper. The words flow like blood from a wound that never fully heals. The ICC is no saint. He is a man with a saber who knows he is fighting demons. And Duterte? He is not a man. He is a symbol. An incarnate nightmare that a nation has brought into its own house. The Philippines will not let him fall. Not today. Not tomorrow. But history has patience. She waits. She waits until the last lies have vanished – and then she will get him.*
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The Duterte family has its own weapons. They have the media, they have the streets, they have the men with the machine guns who kill in the name of the "will of the people." They have everything – except one thing: the ability to bury the past. The corpses of their victims will never be forgotten. The tears of the mothers who will never laugh again. The children who grow up without fathers. That is the real accusation. Not the papers of the ICC. Not the speeches of the diplomats. But the silent, eternal shame that festers in the bones of the nation like a parasite.
*The light bulb goes out. Darkness fills the room, and for a moment I think I can hear the silence – the whisper of those who are no more. Then I light a candle. Its light is weak, but it is enough. It is enough to see the shadows. It is enough to know: Someday justice will come. And it will not be beautiful. It will be dirty. It will be like a knife in the night. It will hurt.*
— **Kim Benet, Silk & Shadows**