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Sonderblatt
DAS GESCHÄFT MIT DEN LÜGEN
17. Februar 2026
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DAS GESCHÄFT MIT DEN LÜGEN
*Eine Noir-Investigation von Kim Benet*
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Die Stadt schläft nie. Und die Lügen auch nicht.
Es war kurz nach Mitternacht, als mir die Akte auf den Schreibtisch flatterte. 43 Quellen, hunderte Seiten, ein Labyrinth aus Daten und Doppelzüngigkeit. Das Thema: Fake News. Nicht die kleinen Flunkereien am Stammtisch – nein, das große Geschäft. Die Industrie der Irreführung.
Ich zündete mir eine Zigarette an und begann zu lesen.
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**KAPITEL I: DIE DIMENSION DES VERBRECHENS**
Die Zahlen sind wie ein Schlag in die Magengrube.
89,9 Prozent der Deutschen sehen Fake News als ernsthafte Bedrohung für Demokratie und Freiheit. Das ist keine Statistik – das ist ein Notruf. Fast ein Drittel der Bevölkerung, 33,1 Prozent, hat schon einmal gezielt Falschinformationen geglaubt. Sie haben sie geteilt, verbreitet, verteidigt – und erst später gemerkt, dass sie belogen wurden.
*Das ist kein Versehen. Das ist System.*
92,2 Prozent stimmen zu, dass Fake News gezielt zur Meinungsmanipulation eingesetzt werden. Zur Wahlbeeinflussung. Zur Zersetzung des öffentlichen Diskurses. Wir reden hier nicht von harmlosen Gerüchten. Wir reden von einer Waffe.
Und wie jede Waffe hat auch diese ihre Waffenhändler.
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**KAPITEL II: DIE UNSICHTBAREN PROFITEURE**
Wer verdient an der Lüge?
Die erste Spur führt ins Silicon Valley. Facebook, TikTok, X – die großen Plattformen sind keine neutralen Marktplätze. Sie sind Aufmerksamkeitsmaschinen. Und nichts hält die Aufmerksamkeit länger fest als Empörung. Als Angst. Als Wut.
Eine MIT-Studie von 2018 bewies, was jeder Redakteur der alten Schule schon lange wusste: Fake News verbreiten sich sechsmal schneller als echte Nachrichten. *Sechsmal.* Das ist kein Bug – das ist ein Feature.
Die Algorithmen sind darauf programmiert, emotionale Trigger zu bedienen. Jeder Klick, jeder wütende Kommentar, jedes empörte Teilen – alles fließt zurück in die Maschinerie. Mehr Engagement bedeutet mehr Werbung bedeutet mehr Profit.
Die Facebook Papers von 2021 zeigten, was alle ahnten: Das Unternehmen wusste um die Risiken. Sie wussten, dass ihre Plattform Desinformation verbreitet. Sie wussten, dass Menschen dadurch radikalisiert werden. Und sie taten – nichts. Weil das Geschäft wichtiger war als die Wahrheit.
*Manche Sünden wiegen schwerer als Gold. Aber nicht für alle.*
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**KAPITEL III: DIE ARCHITEKTEN DER MANIPULATION**
Doch die Plattformen sind nur die Bühne. Die wahren Puppenspieler sitzen woanders.
Erinnern Sie sich an Cambridge Analytica? 2018 flog der Laden auf. Millionen von Nutzerdaten, geerntet wie Weizen im August, verarbeitet zu personalisierten Lügen. Jeder bekam seine eigene Version der "Wahrheit" – maßgeschneidert auf seine Ängste, seine Vorurteile, seine wunden Punkte.
*Sie wussten genau, wo es weh tut. Und sie drückten zu.*
Nach dem Skandal dachten viele, das Problem sei gelöst. Cambridge Analytica wurde zerschlagen, Köpfe rollten, Gesetze wurden diskutiert. Doch die Methoden verschwanden nicht – sie wurden nur raffinierter.
Heute arbeiten KI-gestützte Tools in Echtzeit. Sie analysieren, welche Inhalte bei welcher Zielgruppe am besten funktionieren. Sie passen Botschaften in Sekundenbruchteilen an. Sie verbreiten Desinformation mit einer Präzision, von der die Propagandisten der Vergangenheit nur träumen konnten.
Eine Studie der Universität Oxford dokumentierte, wie politische Kampagnen zunehmend von Werbeexpert:innen gestaltet werden, die Behavioral Economics nutzen – psychologische Tricks, um Menschen zu bestimmten Handlungen zu bewegen. Das ist kein Journalismus mehr. Das ist Verhaltensmanipulation.
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**KAPITEL IV: DIE SCHATTENFABRIKEN**
Die dritte Spur führt noch tiefer in die Dunkelheit.
Es gibt spezialisierte Dienstleister für Desinformation. Fake-News-Fabriken, die auf Bestellung arbeiten. Die Internet Research Agency in Russland war nur die Spitze des Eisbergs – jene berüchtigte Trollfabrik, die im Zusammenhang mit der US-Wahl 2016 aufgedeckt wurde.
Tausende Menschen weltweit arbeiten in solchen Strukturen. In Russland, China, Iran – aber auch näher, als wir denken möchten. Sie produzieren Inhalte am Fließband: gefälschte Artikel, manipulierte Bilder, Deepfake-Videos. Manche arbeiten für politische Auftraggeber, andere für wirtschaftliche Interessen, wieder andere für reine Sabotage.
Ein UN-Bericht von 2021 schätzte das Ausmaß der Operationen. Die Zahlen sind erschreckend. Noch erschreckender ist die Tatsache, dass viele dieser Akteure nie identifiziert werden. Sie operieren aus dem Schatten, und wenn einer auffliegt, stehen zehn neue bereit.
*Die Hydra hat viele Köpfe. Und sie wachsen schneller nach, als wir sie abschlagen können.*
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**KAPITEL V: DIE ZERSTÖRERISCHE KRAFT**
Was richtet diese Maschinerie an?
Fake News polarisieren Gesellschaften. Sie untergraben das Vertrauen in Institutionen – in Medien, Wissenschaft, Politik. Sie schaffen Parallelwelten, in denen jeder seine eigene "Wahrheit" hat und niemand dem anderen mehr glaubt.
Die Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung formuliert es nüchtern: Fake News sind eine Gefahr für die Demokratie. Wenn Menschen nicht mehr unterscheiden können, was wahr ist und was nicht, wird der demokratische Diskurs unmöglich. Wie soll man gemeinsam Entscheidungen treffen, wenn jeder in seiner eigenen Informationsblase lebt?
Eine Deloitte-Studie zeigt die wirtschaftlichen Folgen: Unternehmen verlieren Millionen durch Rufschädigung, Börsen reagieren auf falsche Meldungen, ganze Branchen werden durch Desinformationskampagnen destabilisiert.
Doch am schwersten wiegen die menschlichen Kosten.
In Heilbronn musste eine Grundschule den Unterricht unterbrechen, weil ein Fake-News-Gerücht über einen angeblichen Entführungsversuch die Runde machte. Eltern gerieten in Panik. Kinder wurden traumatisiert. Alles wegen einer Lüge, die jemand in die Welt gesetzt hatte – vielleicht aus Spaß, vielleicht aus Bosheit, vielleicht einfach für ein paar Klicks.
*Die Wahrheit hat keine Lobby. Aber die Lüge hat Aktionäre.*
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**KAPITEL VI: DIE GEGENWEHR**
Was tun?
NRW hat mit der Kampagne "fakeOFF" versucht, junge Menschen über Fake News aufzuklären. Drei Influencer erklären in kurzen Videos, wie man Desinformation erkennt. Ein Anfang – aber reicht das?
Fake News funktionieren nicht nur durch Inhalt. Sie funktionieren durch Algorithmen, durch psychologische Tricks, durch die Architektur der Plattformen selbst. Ein paar Aufklärungsvideos kratzen nur an der Oberfläche.
Die EU hat mit dem Digital Services Act versucht, die Plattformen stärker in die Pflicht zu nehmen. Doch die Umsetzung stockt. Meta argumentiert mit Meinungsfreiheit. TikTok verweist auf seine Community Guidelines. Und niemand kann genau definieren, was eigentlich als "Desinformation" gilt – und wer darüber entscheiden soll.
*Die Gesetze hinken der Realität immer einen Schritt hinterher. Manchmal auch zwei.*
Dann sind da die Whistleblower. Menschen wie Frances Haugen, die interne Dokumente von Facebook öffentlich machten. Sie riskieren ihre Karrieren, manchmal ihre Sicherheit, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch selbst wenn sie Gehör finden – die Konsequenzen bleiben oft aus.
Die Plattformen zahlen ihre Strafen, geloben Besserung und machen weiter wie bisher. Die Algorithmen laufen. Die Fake News fließen. Das Geschäft boomt.
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**KAPITEL VII: DIE ARCHÄOLOGIE DER LÜGE**
Ich habe in den letzten Stunden 43 Quellen durchforstet. Studien aus Deutschland, den USA, Großbritannien. Berichte von Universitäten, NGOs, Regierungsstellen. Nachrichten von Whistleblowern und Warnungen von Experten.
Das Bild, das sich zusammenfügt, ist düster.
Fake News sind kein Nebenprodukt der Digitalisierung. Sie sind ein bewusst gestaltetes Geschäftsmodell. Ein Ökosystem, in dem Plattformen, Werbeagenturen, politische Akteure und Schattenfabriken zusammenarbeiten – manchmal wissentlich, manchmal durch die bloße Logik des Systems.
Die Profiteure sitzen in gläsernen Türmen im Silicon Valley, in anonymen Bürokomplexen in Sankt Petersburg, in Werbeagenturen auf der ganzen Welt. Sie haben unterschiedliche Motive – Geld, Macht, Ideologie – aber ein gemeinsames Interesse: dass die Maschinerie weiterläuft.
*Und wir? Wir sind das Rohmaterial.*
Unsere Aufmerksamkeit, unsere Emotionen, unsere Ängste – das ist der Treibstoff, mit dem die Maschine gefüttert wird. Jeder Klick, jedes Teilen, jede wütende Reaktion macht die Profiteure reicher und die Wahrheit ärmer.
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**KAPITEL VIII: EIN LICHT IM DUNKEL?**
Es gibt auch gute Nachrichten. Nicht viele, aber ein paar.
Studien zeigen, dass kritische Mediennutzung wirkt. Menschen, die Fact-Checking-Seiten verwenden, fallen seltener auf Fake News herein. Medienkompetenz kann trainiert werden – besonders bei jungen Menschen, die noch formbar sind.
Einige Plattformen haben begonnen, ihre Algorithmen anzupassen. Nicht aus Altruismus, sondern aus Angst vor Regulierung und Reputationsschäden. Es ist ein Anfang.
Und dann sind da die Menschen, die nicht aufgeben. Journalisten, die weiter recherchieren. Wissenschaftler, die weiter forschen. Aktivisten, die weiter kämpfen. Sie schwimmen gegen den Strom – aber sie schwimmen.
*Die Wahrheit ist keine Dame, die man retten muss. Aber manchmal braucht sie einen Drink und eine Schulter zum Anlehnen.*
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**EPILOG: DIE FRAGE, DIE BLEIBT**
Es ist fast Morgengrauen, als ich die letzte Seite umblättere.
Die Frage, die bleibt, ist keine kleine: Wie schaffen wir ein System, in dem Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gemeinsam gegen Desinformation vorgehen – ohne dabei Grundrechte wie Meinungsfreiheit oder Pressefreiheit zu gefährden?
Eine einfache Antwort gibt es nicht. Vielleicht gibt es überhaupt keine Antwort, nur ein endloses Ringen zwischen denen, die lügen, und denen, die die Wahrheit verteidigen.
Aber eines ist klar: Wer heute noch behauptet, Fake News seien nur ein Problem für andere, irrt sich gewaltig. Es ist ein Problem für uns alle. Für die Demokratie. Für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Für jeden einzelnen Menschen, der versucht, sich in dieser Welt zurechtzufinden.
*Die Stadt schläft nie. Und die Wahrheit auch nicht. Man muss nur wissen, wo man sie sucht.*
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*Kim Benet ist Investigativjournalistin bei der Terminal Tribune. Diese Recherche basiert auf der Analyse von 43 Quellen, darunter wissenschaftliche Studien, interne Dokumente und Expertenbefragungen.*
*Quellen: IIU-Studie 2023, MIT-Studie 2018, Facebook Papers 2021, Universität Oxford 2020, UN-Bericht 2021, Deloitte Deutschland, Niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung, Max-Planck-Institut, NIM Nürnberg Institut für Marktentscheidungen, u.v.m.*
THE BUSINESS OF LIES
*A Noir Investigation by Kim Benet*
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The city never sleeps. And neither do the lies.
It was shortly after midnight when the file landed on my desk. 43 sources, hundreds of pages, a labyrinth of data and duplicity. The subject: Fake News. Not the little fibs at the regulars' table – no, the big business. The industry of deception.
I lit a cigarette and started to read.
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**CHAPTER I: THE DIMENSION OF THE CRIME**
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The numbers are like a punch to the gut.
89.9 percent of Germans see fake news as a serious threat to democracy and freedom. That's not a statistic – that's a distress call. Almost a third of the population, 33.1 percent, have at some point believed targeted misinformation. They shared it, spread it, defended it – and only later realized they had been lied to.
*This is no accident. This is systemic.*
92.2 percent agree that fake news is deliberately used for opinion manipulation. To influence elections. To decompose public discourse. We're not talking about harmless rumors here. We're talking about a weapon.
And like every weapon, this one has its arms dealers.
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**CHAPTER II: THE INVISIBLE PROFITEERS**
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Who profits from the lie?
The first lead goes to Silicon Valley. Facebook, TikTok, X – the big platforms are not neutral marketplaces. They are attention machines. And nothing holds attention longer than outrage. Than fear. Than anger.
A 2018 MIT study proved what every old-school editor has long known: Fake news spreads six times faster than real news. *Six times.* That's not a bug – that's a feature.
The algorithms are programmed to serve emotional triggers. Every click, every angry comment, every outraged share – it all flows back into the machinery. More engagement means more advertising means more profit.
The Facebook Papers of 2021 showed what everyone suspected: The company knew about the risks. They knew that their platform was spreading disinformation. They knew that people were being radicalized as a result. And they did – nothing. Because business was more important than the truth.
*Some sins weigh heavier than gold. But not for everyone.*
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**CHAPTER III: THE ARCHITECTS OF MANIPULATION**
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But the platforms are just the stage. The real puppeteers sit elsewhere.
Remember Cambridge Analytica? The shop was busted in 2018. Millions of user data, harvested like wheat in August, processed into personalized lies. Everyone got their own version of the "truth" – tailored to their fears, their prejudices, their sore spots.
*They knew exactly where it hurts. And they pressed down.*
After the scandal, many thought the problem was solved. Cambridge Analytica was smashed, heads rolled, laws were discussed. But the methods didn't disappear – they just became more sophisticated.
Today, AI-powered tools work in real time. They analyze which content works best with which target group. They adapt messages in fractions of a second. They spread disinformation with a precision that the propagandists of the past could only dream of.
A study by the University of Oxford documented how political campaigns are increasingly designed by advertising experts who use Behavioral Economics – psychological tricks to move people to certain actions. This is no longer journalism. This is behavioral manipulation.
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**CHAPTER IV: THE SHADOW FACTORIES**
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The third lead goes even deeper into the darkness.
There are specialized service providers for disinformation. Fake news factories that work on order. The Internet Research Agency in Russia was just the tip of the iceberg – that infamous troll factory that was uncovered in connection with the 2016 US election.
Thousands of people worldwide work in such structures. In Russia, China, Iran – but also closer than we would like to think. They produce content on the assembly line: fake articles, manipulated images, deepfake videos. Some work for political clients, others for economic interests, still others for pure sabotage.
A 2021 UN report estimated the extent of the operations. The numbers are frightening. Even more frightening is the fact that many of these actors are never identified. They operate from the shadows, and when one is exposed, ten new ones are ready.
*The hydra has many heads. And they grow back faster than we can cut them off.*
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**CHAPTER V: THE DESTRUCTIVE POWER**
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What is this machinery doing?
Fake news polarizes societies. It undermines trust in institutions – in media, science, politics. It creates parallel worlds in which everyone has their own "truth" and no one believes the other anymore.
The Lower Saxony State Center for Political Education puts it soberly: Fake news is a danger to democracy. If people can no longer distinguish what is true and what is not, democratic discourse becomes impossible. How can we make decisions together when everyone lives in their own information bubble?
A Deloitte study shows the economic consequences: companies lose millions through reputational damage, stock exchanges react to false reports, entire industries are destabilized by disinformation campaigns.
But the human costs weigh the most heavily.
In Heilbronn, a primary school had to interrupt classes because a fake news rumor about an alleged kidnapping attempt was making the rounds. Parents panicked. Children were traumatized. All because of a lie that someone had put into the world – maybe for fun, maybe out of malice, maybe just for a few clicks.
*The truth has no lobby. But the lie has shareholders.*
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**CHAPTER VI: THE RESISTANCE**
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What to do?
NRW has tried to educate young people about fake news with the "fakeOFF" campaign. Three influencers explain in short videos how to recognize disinformation. A start – but is that enough?
Fake news works not only through content. It works through algorithms, through psychological tricks, through the architecture of the platforms themselves. A few educational videos only scratch the surface.
The EU has tried to hold the platforms more accountable with the Digital Services Act. But implementation is faltering. Meta argues with freedom of expression. TikTok refers to its Community Guidelines. And no one can exactly define what actually counts as "disinformation" – and who should decide.
*The laws are always one step behind reality. Sometimes two.*
Then there are the whistleblowers. People like Frances Haugen, who made internal documents from Facebook public. They risk their careers, sometimes their safety, to bring the truth to light. But even if they are heard – the consequences often fail to materialize.
The platforms pay their fines, promise to improve, and continue as before. The algorithms run. The fake news flows. Business is booming.
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**CHAPTER VII: THE ARCHAEOLOGY OF THE LIE**
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I have sifted through 43 sources in the last few hours. Studies from Germany, the USA, Great Britain. Reports from universities, NGOs, government agencies. News from whistleblowers and warnings from experts.
The picture that comes together is bleak.
Fake news is not a by-product of digitization. It is a deliberately designed business model. An ecosystem in which platforms, advertising agencies, political actors and shadow factories work together – sometimes knowingly, sometimes through the mere logic of the system.
The profiteers sit in glass towers in Silicon Valley, in anonymous office complexes in St. Petersburg, in advertising agencies around the world. They have different motives – money, power, ideology – but one common interest: that the machinery continues to run.
*And us? We are the raw material.*
Our attention, our emotions, our fears – that is the fuel that feeds the machine. Every click, every share, every angry reaction makes the profiteers richer and the truth poorer.
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**CHAPTER VIII: A LIGHT IN THE DARK?**
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There is also good news. Not much, but a few.
Studies show that critical media use works. People who use fact-checking sites are less likely to fall for fake news. Media literacy can be trained – especially in young people who are still malleable.
Some platforms have started to adjust their algorithms. Not out of altruism, but out of fear of regulation and damage to their reputation. It is a beginning.
And then there are the people who don't give up. Journalists who continue to research. Scientists who continue to research. Activists who continue to fight. They swim against the tide – but they swim.
*The truth is not a dame that needs saving. But sometimes she needs a drink and a shoulder to lean on.*
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**EPILOGUE: THE QUESTION THAT REMAINS**
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It's almost dawn as I turn the last page.
The question that remains is not a small one: How do we create a system in which business, politics and society work together to combat disinformation – without endangering fundamental rights such as freedom of expression or freedom of the press?
There is no simple answer. Maybe there is no answer at all, just an endless struggle between those who lie and those who defend the truth.
But one thing is clear: Anyone who still claims today that fake news is only a problem for others is sorely mistaken. It is a problem for all of us. For democracy. For social cohesion. For every single person who tries to find their way in this world.
*The city never sleeps. And neither does the truth. You just have to know where to look for it.*
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*Kim Benet is an investigative journalist at the Terminal Tribune. This research is based on the analysis of 43 sources, including scientific studies, internal documents and expert interviews.*
*Sources: IIU Study 2023, MIT Study 2018, Facebook Papers 2021, University of Oxford 2020, UN Report 2021, Deloitte Germany, Lower Saxony State Center for Political Education, Max Planck Institute, NIM Nuremberg Institute for Market Decisions, and many more.*