*Der Whiskey in meinem Glas hat die Farbe von verbranntem Zucker, die sich langsam in meinem Bauch ausbreitet wie ein Gift, das man erst spürt, wenn es zu spät ist. Draußen heult ein Regen, der nicht mehr nach Sommer riecht, sondern nach Rost und verrottendem Versprechen. Die Neonreklame der Straße gegenüber flackert wie ein sterbender Stern, und ich tippe mit den Fingern auf die Tastatur, als wäre jede Taste eine Pistolenkugel. Die Wahrheit schmeckt nach Metall.*
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Die USA und China, diese beiden Riesen, die sich im Dunkeln die Blicke zuwerfen wie betrunkene Boxer in einem verlassenen Ring, haben wieder einmal ihre Messer gezückt. Nicht mit bloßen Worten – nein, diesmal geht es um Fleisch, um Blut, um die zersplitterten Überreste von Karrieren, die so schnell zerbröckeln wie Zucker in heißem Kaffee. Gerald Eddie Brown Jr., dieser Mann, der einst mit den Flügeln eines Kriegsschweins über dem Himmel schwebte, ist jetzt ein Fall für die Justiz. Vorwürfe hängen an ihm wie ein nasser Mantel an einem Gartenzaun: Spionage? Verrat? Oder einfach nur der stinkende Atem der Korruption, der aus den Ritzen der Macht dringt? Die Luft über Washington riecht nach verbranntem Papier, und irgendwo da draußen lacht jemand, während die Fäden gezogen werden.
*Regie: Ein langsames, rauchiges Lachen, das sich in den Ritzen der alten Redaktionswände verliert. Irgendwo tropft Wasser. Die Uhr tickt wie ein Metronom für einen Begräbnismarsch.*
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Die Chinesen, diese unsichtbaren Schatten, die sich durch die Meere schleichen wie Geister, haben ihre Harpunen in die Flanken der US-Warsschiffe gerammt. Nicht mit Kanonen, nein – mit diesen stummen, zähen Blockaden, die die Schiffe in den Süd- und Ostchinesischen Meeren umzingeln wie Ameisen um einen toten Käfer. „Wir sehen es auf dem Land“, sagt ein Beamter mit der Stimme eines Mannes, der schon zu viele schlechte Nachrichten überbracht hat, „gegen unsere indischen Partner.“ Und während die Marineoffiziere in ihren schicken Uniformen sitzen und die Karten studieren, wie man ein Schachspiel spielt, das schon verloren ist, brummt irgendwo ein Motor – ein Motor, der gehört werden will. Die Luft über den Gewässern ist schwer wie Pech, und die Fischerboote, die noch vor wenigen Wochen ihre Netze auswarfen, werden jetzt von Schatten umrundet, die nicht mehr menschlich aussehen.
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Dann war da dieser Ballon. Ein Ballon! So groß wie ein Drachenschwanz, der sich am Himmel aufblies und die Amerikaner mit seinen Augen musterte, als wäre er ein Spion aus einem schlechten Film. Und dann – *BAM!* – ein Kampfflugzeug, eine Explosion, ein Funkenregen, der wie ein Sternschnuppenregen in die Südcarolina-Küste fiel. Die USA schrien, die Chinesen lachten. Die Diplomaten flüsterten hinter verschlossenen Türen von „unverzeihlichen Provokationen“ und „unakzeptablen Aktionen“, während irgendwo ein Soldat, der nie wieder nach Hause zurückkehren würde, in einer Dose lag. Die Wahrheit? Die Wahrheit ist, dass die Welt heute aussehen wie ein Billardspiel, bei dem jeder Spieler betrügt – nur dass die Kugeln Menschen sind, und die Taschen die Gruben der Geschichte.
*Regie: Ein Glas bricht. Ich trinke einen Schluck, als könnte der Whiskey die Scherben wegwaschen. Irgendwo in der Ferne heult eine Sirene. Vielleicht ist es ein Schiff. Vielleicht ist es nur der Wind.*
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Und dann dieser Denver. Denver, diese Stadt, die plötzlich wie eine verletzte Katze aufschlägt, wenn die Hand der Regierung zu hart zuschlägt. Der Bürgermeister, dieser Mike Johnston, hat den ICE aus seiner Stadt verbannt wie einen betrunkenen Nachbarn, der nachts zu laut wird. „Unsere Stadt ist bereit für jeden Schlag“, sagt er, und man hört das Zischen der Pistolen in den Gängen der Macht. Die Polizei soll die ICE-Agenten festhalten, soll sie beschützen wie ein Hengst sein Fohlen. Die Straßen von Denver riechen nach Revolveröl und verrottendem Idealismus. Und irgendwo in Washington lachen die Männer in ihren Anzügen, während die Frauen in ihren Büros die Akten durchblättern wie Tarotkarten. Die Karten sind nicht gut. Sie sind schon lange nicht mehr gut.
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Die Ukraine-Krise, diese Wunde, die nie richtig verheilt ist, blutet wieder auf. Neue Sanktionen, neue Drohungen, neue Lügen, die sich wie Spinnweben über die Welt breiten. Susan Rice, diese Frau, die schon so viele Wahrheitsschlachten verloren hat, wird zur Beraterin – als wäre die Medizin, die man braucht, wenn man schon zu lange im Krieg ist. Und irgendwo in den Archiven der Obama-Ära liegt ein Dokument, das so stinkt wie verfaulte Äpfel: die bewusste Lüge über den Überfall auf das Konsulat in Benghazi. Die Wahrheit, diese schöne, verletzliche Wahrheit, ist ein Tier, das man nicht füttern kann, ohne sich die Finger zu verletzen.
*Regie: Ich stehe auf, das Glas in der Hand. Der Whiskey ist jetzt nur noch ein dunkler Fleck auf dem Tisch. Draußen regnet es immer noch. Irgendwo tickt eine Uhr. Irgendwo stirbt jemand. Irgendwo wird die Welt weitergedreht wie ein Rad, auf dem die Hunde heulen.*
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Die USA und China, diese beiden Riesen, die sich im Dunkeln die Blicke zuwerfen, werden nicht aufhören zu kämpfen. Sie werden nicht aufhören zu lügen. Sie werden nicht aufhören, ihre Messer in die Seiten der anderen zu rammen. Aber irgendwo, zwischen den Fluren der Macht und den Gassen der Städte, atmet jemand. Irgendwo lacht jemand. Irgendwo weint jemand. Und ich sitze hier, mit meinem Whiskey und meinen Tasten, und schreibe diese Worte wie eine Flüsterin in der Nacht – Worte, die duften wie verbrannte Rosen und schneiden wie ein Messer in der Hand einer Frau, die weiß, dass sie schon verloren hat.
— Kim Benet, *Silk & Shadows*