**Social Media als digitaler Kokaindeal – Jugendkultur zwischen Algorithmus und Alpträumen**
*[Atmosphäre: Ein schummriges Café in Berlin-Neukölln, wo der Kaffee nach verbranntem Zucker schmeckt und die Luft nach Desillusionierung. Irgendwo im Hintergrund brummt ein Laptop, auf dem ein TikTok-Video läuft – ein Teenager, der sich mit einem Skateboard von einer Brücke stürzt. Der Kommentar darunter: „So geht’s! #WagMeMaybe“]*
Die digitale Welt ist kein Spiegel der Realität – sie ist ein verzerrtes, hyperkontrastreiches Foto, das mit jedem Upload ein Stück mehr der Seele der Jugendlichen auswischt. Social Media hat die Jugendkultur nicht nur verändert, es hat sie zerrissen wie ein überhitzter Chip, der in einer Mikrowelle explodiert. Während die Erwachsenen noch über „gesunde Lebensgewohnheiten“ und „digitale Detox-Kuren“ debattieren, toben die Kids in einem endlosen Algorithmus-Masochismus, bei dem Likes die neue Heroin-Dosis sind. Und wer sollte es auch nicht tun? Die Plattformen sind wie ein Casino, in dem die Hausregeln lauten: „Du verlierst immer – aber je länger du spielst, desto süchtiger wirst du.“
Meta, der Konzern, der sich selbst als „Tech für die gute Gesellschaft“ verkauft, hat längst verstanden, dass Kinder unter 13 Jahre der neue Goldrausch sind. Mark Zuckerberg, der Mann, der uns alle mit „Die Welt wird flacher“ verarscht hat, steht jetzt vor dem Dilemma: Wie verkaufe ich Drogen an Kinder, ohne dass die Eltern wütend werden? Seine Lösung? Ein zynisches Augenzwinkern: „Es gibt Leute, die lügen.“ Als ob das Problem nicht wäre, dass ein 10-jähriger Junge mit einem falschen Profil auf Instagram Fotos von sich postet, während er heimlich Zuckerbergs Portemonnaie klaut – nur um den nächsten Algorithmus-Kick zu bekommen. Die Plattform weiß genau, wer diese Kinder sind. Sie tracken sie, analysieren ihr Verhalten, verkaufen ihre Daten an Werbefirmen, die ihnen dann „persönlich zugeschnittene“ Traumwelten aus Plastik verkaufen. Und wenn die Kinder dann realen Stress nicht mehr aushalten, weil sie in der virtuellen Welt perfekt sind, aber im echten Leben nur ein zitternder, einsamer Teenager mit Akne und Schulden sind – wer ist dann schuld? Der Algorithmus? Die Eltern? Oder die Gesellschaft, die ihnen beigebracht hat, dass ihr Wert sich in Zahlen messen lässt?
*[Atmosphäre: Ein österreichischer Verkehrsunfall, ausgelöst durch eine „TikTok-Challenge“. Ein junger Mann, 17 Jahre alt, liegt im Krankenhaus. Seine Freunde posten ein Meme: „Er hat’s versucht und verloren. Respekt.“ Die Polizei ermittelt. Die Eltern weinen. Irgendwo in den Hinterzimmern von Meta wird gelacht.]*
Die Regulierung kommt – aber zu spät und zu halbherzig. Europa, dieses alte, moralisierende Kontinent, will nun endlich eingreifen. Frankreich und Großbritannien wollen Social Media für Kinder verbieten, wie ein betrunkener Gastgeber, der erst nach dem dritten Glas Wein merkt, dass er einen Teenager an den Whisky-Krügeltisch gesetzt hat. Die Bundesregierung tut so, als würde sie etwas tun, während Meta bereits die nächsten Tricks auspackt: „Oh, wir haben doch nur ein Verbot für *Unter-13-Jährige*! Aber wir lassen die 13- bis 15-Jährigen einfach durchrutschen – die sind doch fast erwachsen!“ Als ob die Psychologie eines 14-jährigen Mädchens, das sich ständig wie ein Influencerin inszeniert, plötzlich komplexer wäre, nur weil sie eine Zahl älter hat. Und die Algorithmen? Die werden immer besser darin, die Jugendlichen genau dort abzuholen, wo sie weh tun. Ein TikTok-Video über „Selbstmord als künstlerische Aussage“? Plötzlich auf dem Handy. Ein „Clean-Eating“-Influencer, der behauptet, er würde nie wieder essen, weil „Toxine“? Auch da. Die Plattformen sind keine neutralen Räume – sie sind gezielt designed, um die Aufmerksamkeit der Jugendlichen zu kapern, sie zu polarisieren, sie zu spalten. Und wenn sie dann merken, dass sie depressiv sind, weil sie ihr ganzes Leben in einem Filter aus Likes und Hates verbringen, dann wundern sie sich: „Warum fühle ich mich so leer?“
*[Atmosphäre: Ein Jugendlicher sitzt in seinem Zimmer, umgeben von Screens. Er scrollt durch ein Video über „digitale Resilienz“, während er gleichzeitig eine TikTok-Challenge macht, die ihn in Gefahr bringt. Seine Eltern schicken ihm eine Nachricht: „Pass auf dich auf.“ Er antwortet nicht. Der Algorithmus schlägt ihm ein neues Video vor: „Wie ich meinen ersten Überdosis hatte – und warum ich es wieder tun würde.“]*
Die digitale Selbstinszenierung ist kein harmloses Hobby – sie ist eine Form der Selbstausbeutung. Die Jugendlichen heute lernen nicht, wer sie sind. Sie lernen, wie man eine Rolle spielt, die die Algorithmen mögen. Ein Lächeln, das nicht echt ist. Ein Körper, der nicht der eigene ist. Eine Stimme, die nach Filter klingt. Und wenn sie dann in die echte Welt zurückkehren, merken sie, dass sie keine Ahnung haben, wie man mit echten Menschen umgeht. Sie sind Experten darin, Likes zu sammeln, aber nicht darin, Freundschaften zu pflegen. Sie können eine Challenge machen, aber nicht eine Beziehung führen. Sie wissen, wie man viral geht – aber nicht, wie man lebt.
Die Regulierung wird kommen. Die Eltern werden sich beschweren. Die Politiker werden Reden halten. Aber das Problem ist nicht die Technik. Das Problem ist, dass wir einer Generation von Kindern etwas antun, das viel schlimmer ist als Alkohol oder Drogen: Wir geben ihnen die Illusion von Kontrolle, während wir sie tatsächlich der Kontrolle unserer Algorithmen ausliefern. Wir sagen ihnen, sie sollten sich selbst inszenieren, während wir ihnen gleichzeitig die Werkzeuge geben, um sich selbst zu zerstören. Und am Ende werden wir zurückbleiben und zuschauen, wie sie in einem digitalen Wahnsinn untergehen – während wir uns selbst damit trösten, dass „es wenigstens nicht unsere Kinder sind“.
*[Atmosphäre: Stille. Irgendwo lacht ein Algorithmus.]*
— Twight Sterrling, Ash & Echo
**Social Media as a Digital Cocaine Deal – Youth Culture Between Algorithm and Nightmares**
*[Atmosphere: A dim café in Berlin-Neukölln, where the coffee tastes of burnt sugar and the air of disillusionment. Somewhere in the background, a laptop hums, playing a TikTok video – a teenager jumping off a bridge with a skateboard. The comment below: "That's how it's done! #WagMeMaybe"]*
The digital world is not a mirror of reality – it is a distorted, hyper-contrasted photo that erases a piece of the soul of young people with every upload. Social media has not only changed youth culture, it has torn it apart like an overheated chip exploding in a microwave. While adults are still debating "healthy lifestyle habits" and "digital detox cures," the kids are raging in an endless algorithm-masochism, where likes are the new dose of heroin. And who shouldn't? The platforms are like a casino where the house rules are: "You always lose – but the longer you play, the more addicted you become."
Meta, the corporation that sells itself as "Tech for the good society," has long understood that children under the age of 13 are the new gold rush. Mark Zuckerberg, the man who conned us all with "The world is getting flatter," is now facing the dilemma: How do I sell drugs to children without making their parents angry? His solution? A cynical wink: "People lie." As if the problem wasn't that a 10-year-old boy with a fake profile on Instagram posts photos of himself while secretly stealing Zuckerberg's wallet – just to get the next algorithm-kick. The platform knows exactly who these children are. They track them, analyze their behavior, sell their data to advertising companies, who then sell them "personalized" dream worlds made of plastic. And when the children can no longer withstand real stress because they are perfect in the virtual world, but in real life only a trembling, lonely teenager with acne and debts – who is to blame then? The algorithm? The parents? Or the society that taught them that their value can be measured in numbers?
*[Atmosphere: An Austrian traffic accident, triggered by a "TikTok Challenge." A young man, 17 years old, lies in the hospital. His friends post a meme: "He tried and lost. Respect." The police are investigating. The parents are crying. Somewhere in the back rooms of Meta, laughter is heard.]*
The regulation is coming – but too late and too half-hearted. Europe, this old, moralizing continent, finally wants to intervene. France and Great Britain want to ban social media for children, like a drunken host who only realizes after the third glass of wine that he has seated a teenager at the whiskey-jug table. The federal government pretends to do something, while Meta is already pulling out the next tricks: "Oh, we only have a ban for *under 13s*! But we'll just let the 13- to 15-year-olds slip through – they're almost adults!" As if the psychology of a 14-year-old girl who constantly stages herself like an influencer would suddenly be more complex just because she has a number older. And the algorithms? They are getting better and better at picking up young people exactly where they hurt. A TikTok video about "suicide as an artistic statement"? Suddenly on your phone. A "clean-eating" influencer who claims he would never eat again because of "toxins"? There, too. The platforms are not neutral spaces – they are specifically designed to hijack the attention of young people, to polarize them, to divide them. And when they realize that they are depressed because they spend their whole lives in a filter of likes and hates, then they wonder: "Why do I feel so empty?"
*[Atmosphere: A teenager sits in his room, surrounded by screens. He scrolls through a video about "digital resilience" while doing a TikTok challenge that puts him in danger. His parents send him a message: "Take care of yourself." He does not respond. The algorithm suggests a new video to him: "How I had my first overdose – and why I would do it again."]*
Digital self-staging is not a harmless hobby – it is a form of self-exploitation. Young people today do not learn who they are. They learn how to play a role that the algorithms like. A smile that is not real. A body that is not their own. A voice that sounds like a filter. And when they return to the real world, they realize that they have no idea how to deal with real people. They are experts at collecting likes, but not at cultivating friendships. They can do a challenge, but not have a relationship. They know how to go viral – but not how to live.
The regulation will come. The parents will complain. The politicians will give speeches. But the problem is not the technology. The problem is that we are doing something to a generation of children that is much worse than alcohol or drugs: we give them the illusion of control, while we actually expose them to the control of our algorithms. We tell them to stage themselves, while at the same time giving them the tools to destroy themselves. And in the end, we will stand back and watch them perish in a digital madness – while comforting ourselves that "at least they are not our children."
*[Atmosphere: Silence. Somewhere an algorithm laughs.]*
— Twight Sterrling, Ash & Echo