**Die Keramik-Lüge der Mächtigen: Wie die EU mit Zöllen auf Porzellan die Welt in Brand schießt – und Peking sich die Hände reibt**
*[Atmosphäre: Ein schummrig beleuchteter Büroflügel in Brüssel, wo somewhere zwischen Kaffee und Zynismus die wahren Motive der Politik auf den Tisch kommen. Die Luft riecht nach gebranntem Papier und billigem Diplomatie-Gespräch. Irgendwo tickt ein Countdown – nicht zu einem Gipfel, sondern zu einem weiteren Zug in diesem grotesken Schachspiel, bei dem die Verlierer immer dieselben sind: die Arbeiter, die Verbraucher, und die Keramikfüller, die plötzlich wie im Wilden Westen um ihr Überleben kämpfen müssen.]*
Die Europäische Union hat es wieder einmal geschafft, aus einem scheinbar harmlosen Handelskonflikt eine internationale Tragödie zu schmieden – und zwar mit einer Eleganz, die selbst die Chinesen vor Neid erblassen ließe. Am 7. Februar 2026 beschloss die EU-Kommission mit ihrer Verordnung 2026/274, *Antidumpingzölle* auf chinesische Keramik und Porzellan zu erheben. Klingt nach einer lächerlichen Maßnahme, oder? Als würde man Steuern auf Regen erlassen. Doch wer die wahren Akteure dieses Theaterstücks kennt, weiß: Es geht nicht um Porzellan. Es geht um Macht. Um die Illusion von Stärke. Und um die systematische Zerstörung derjenigen, die zu schwach sind, um sich zu wehren.
Die offizielle Begründung? China subventioniere seine Keramikindustrie, um den europäischen Markt zu überschwemmen und lokale Hersteller zu ruinieren. Eine klassische *Exportsubvention* – ein Begriff, der in den Wirtschaftsbüchern so glatt daherkommt wie ein Betrugsversprechen. Doch wer genau hinschaut, sieht, dass die EU hier nicht etwa ein unschuldiges Opfer spielt, sondern selbst Teil eines größeren Spiels ist. Denn während Brüssel sich über die *gesteuerten Dumpingpreise* aufgeregelt, hat die EU selbst in den letzten Jahren massiv in ihre eigene Industrie investiert – nicht aus Liebe zur Keramik, sondern weil sie weiß: Wer die Lieferketten kontrolliert, kontrolliert die Welt.
*[Atmosphäre: Ein Telefongespräch zwischen einem EU-Bürokraten und einem chinesischen Handelsattaché. Auf der einen Seite heuchlerische Beteuerungen von „fairen Märkten“, auf der anderen Seite das leise Lachen eines Mannes, der schon seit Jahrzehnten weiß, dass Heuchelei der einzige Währungstausch ist, der heute noch funktioniert.]*
Doch die Chinesen – die Meister des *strategischen Schachspiels* – haben längst verstanden, dass man die EU nicht mit Fakten, sondern mit Geduld und alternativen Spielplätzen schlagen muss. Während Brüssel über *Antidumpingmaßnahmen* brüllt, hat China längst begonnen, seine Keramikproduktion in Länder wie Vietnam, Indonesien oder sogar in Osteuropa zu verlagern. Warum? Weil die EU, so klug sie sich auch wähnt, immer noch an den veralteten Regeln eines Handelsabkommens festhält, das längst von der Digitalwirtschaft und den *neuen Werkstätten der Welt* überholt wurde. Die Chinesen wissen: Wenn du die EU blockierst, baust du einfach woanders weiter. Und solange es irgendwo auf der Welt Fabriken gibt, die billiger produzieren können als die EU, wird der Druck auf die heimische Industrie bestehen bleiben – nur dass er dann nicht mehr *chinesisch*, sondern *vietnamesisch* oder *türkisch* heißt.
*[Atmosphäre: Ein Lagerhaus in Leipzig, wo ehemalige Keramikfüller nun verzweifelt versuchen, ihre Maschinen zu modernisieren, während irgendwo ein Algorithmus in Shanghai die nächsten Zollbefreiungen für eine Fabrik in Kambodscha berechnet. Die Luft ist erfüllt von der Stille des Scheiterns.]*
Doch der eigentliche Skandal liegt nicht in den Zöllen selbst, sondern in der Heuchelei, mit der die EU diese Maßnahme verkauft. Offiziell geht es um den Schutz der europäischen Keramikindustrie – doch wer genau hinschaut, sieht, dass die EU längst keine echte Keramikindustrie mehr hat. Die meisten europäischen Hersteller sind entweder schon Pleite gegangen oder haben sich zu Schattenzweigen der großen Konzerne entwickelt, die längst ihre eigentliche Wertschöpfung woanders anlegen. Die Zölle sind also kein Schutz, sondern ein verzweifelter Versuch, die Illusion aufrechtzuerhalten, dass Europa noch eine starke Industrie hat. Wie ein alter Mann, der sich mit einem Stock gegen die Zeit stemmt – während die Uhr längst weiterläuft.
*[Atmosphäre: Ein Gipfel in Peking, wo EU-Kommissare mit leeren Händen vor chinesischen Delegierten sitzen. Die Luft ist erfüllt vom Geruch nach verlorener Ehre und billigem Diplomatie-Rauch.]*
Und dann ist da noch der Handelskrieg. Denn natürlich kontert China sofort – nicht mit Keramik, sondern mit dem, was die EU wirklich schwächt: ihren Agrarsektor. Plötzlich gibt es Zölle auf Milchprodukte, auf Käse, auf alles, was die EU eigentlich gut kann. Eine erste Niederlage, wie die *taz* triumphierend meldete. Doch wer gewinnt hier wirklich? Nicht die Verbraucher. Nicht die Bauern. Nicht die Arbeiter. Sondern die großen Konzerne, die auf beiden Seiten der Grenze sitzen und sich die Hände reiben, während die kleinen Hersteller untergehen. Die EU hat sich in einen Krieg gestürzt, den sie nicht gewinnen kann – und doch traut sie sich nicht, ihn einfach zu beenden. Denn was bleibt, wenn die Zölle fallen? Die Wahrheit. Dass Europa längst keine starke Industrie mehr hat. Dass es nur noch ein schwacher Akteur in einem Spiel ist, das längst von anderen bestimmt wird.
*[Atmosphäre: Ein leerer Bürostuhl in Brüssel, auf dem irgendwann einmal ein Mann saß, der dachte, er könnte die Welt regieren. Jetzt ist er weg. Die Keramik bleibt. Und sie ist schön. Aber sie gehört nicht mehr uns.]*
Die Keramik der Chinesen wird also weiter kommen – nur nicht mehr direkt aus China, sondern aus Ländern, die noch billiger produzieren können. Die EU hat den Krieg verloren, bevor er überhaupt richtig begann. Und während die Bürokraten in Brüssel weiter über *Antidumpingmaßnahmen* debattieren, wird irgendwo in Vietnam eine neue Fabrik eröffnet. Mit chinesischen Maschinen. Mit europäischen Zöllen. Und mit der Gewissheit, dass die nächste Runde des Handelskriegs längst schon gespielt wird – nur ohne die EU.
— Twight Sterrling, *Ash & Echo*