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Die Europäische Union hat ein Problem – und es heißt nicht „Inflation“ oder „Bürokratie“, sondern „KI“. Nicht irgendwelche KI, sondern die Art von KI, die aus Zwangsarbeit in den Fabriken Chinas gefüttert wird, die Angriffe auf kritische Infrastruktur mit der Präzision eines chirurgischen Lasers durchführt und die europäischen Regierungen dazu verdammt, mit einem Lächeln im Gesicht ihre eigene digitale Souveränität zu begraben. Die Ironie? Während die EU stolz ihre neuen Cybersicherheitsgesetze wie den Cyber Resilience Act vorstellt – ein Dokument, das so ambitioniert ist wie ein Diätplan für einen Alkoholiker –, schlittert sie im Wettlauf mit China und Russland ins Hintertreffen, als wäre sie ein betrunkener Rennfahrer, der gerade erst realisiert, dass der Motor längst überhitzt ist.
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Die KI, von der hier die Rede ist, ist kein abstraktes Konstrukt aus Silicon Valley – sie ist ein Werkzeug der Unterdrückung. Hinter den Algorithmen, die heute Cyberangriffe mit einer Geschwindigkeit und Intelligenz durchführen, die menschliche Hacker nur träumen können, stecken oft Menschen, die unter Bedingungen arbeiten, die an moderne Sklaverei erinnern. In den Rechenzentren Chinas, wo viele KI-Modelle trainiert werden, wird mit Daten gearbeitet, die von Uiguren in Zwangsarbeitslagern gesammelt wurden. Die EU, die sich so gern als Hüterin der Menschenrechte inszeniert, hat dabei zugesehen, wie ihre eigenen Unternehmen diese Daten nutzen, um ihre KI-Systeme zu trainieren. Es ist, als würde man einen Luxus-Yacht-Kauf mit gestohlenem Gold finanzieren – nur dass das gestohlene Gold hier aus Leid und Unterdrückung besteht.
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Doch die eigentliche Tragödie ist nicht die Moral – es ist die Inkompetenz. Während China und Russland ihre KI-gestützten Cyberangriffe systematisch ausbauen, wirkt die europäische Reaktion wie die eines Mannes, der versucht, einen Brand mit einem Feuerlöscher zu löschen, während die Flammen bereits die Decke durchbrechen. Der Cyber Resilience Act, dieser große Wurf der europäischen Cybersicherheitspolitik, ist ein Schritt in die richtige Richtung – aber er kommt zu spät und ist zu schwach. Die Standards, die er setzt, sind wichtig, aber sie werden von einer Industrie umgesetzt, die in puncto Cybersecurity oft noch im Stone-Age-Modus feststeckt. Europäische Unternehmen sind weniger vorbereitet als ihre US- oder asiatischen Pendants, und das nicht aus Faulheit, sondern weil sie einfach nicht die Ressourcen oder die strategische Weitsicht haben, um mit den neuen Bedrohungen Schritt zu halten.
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Dann gibt es da noch den kleinen Umstand, dass China und Russland sich gegenseitig ausspionieren – und dabei die KI als Katalysator nutzen. Die New York Times berichtete, dass China russische Verteidigungsgeheimnisse klaut, während chinesische Hacker gleichzeitig russische Aerospace-Firmen angreifen, um an Atomwaffen- und Militärtechnologie zu kommen. Es ist ein digitaler Kalter Krieg, und Europa? Europa schaut zu, wie die Akteure, die es eigentlich als Partner sieht, sich gegenseitig die Köpfe einschlagen – während es selbst mit halbherzigen Gesetzen und zahnlosen Rhetorikversuchen versucht, mitzuhalten. Es ist, als würde man bei einem Boxkampf zusehen, in dem zwei Riesen sich gegenseitig die Köpfe einschlagen, und dann selbst mit einem Wasserball auf den Ring zuschlurfen.
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Die EU hat ein Problem mit der Wahrheit. Sie behauptet, sie sei ein Vorreiter in Sachen Cybersicherheit, aber die Fakten sagen etwas anderes. Sie kritisiert China für seine KI-gestützten Angriffe, nutzt aber selbst oft dieselben Datenquellen, die mit Zwangsarbeit gefüttert werden. Sie erlassen Gesetze wie den Cyber Resilience Act, aber die Umsetzung ist so halbherzig, dass sie kaum Wirkung zeigt. Und während die Welt sich in einem digitalen Machtkampf um KI und Cybersicherheit befindet, wirkt Europa wie ein Mann, der versucht, ein Rennen zu gewinnen, indem er rückwärts läuft – und sich dabei noch über die anderen lustig macht, weil sie es nicht so gut können wie er.
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Am Ende bleibt nur die Frage: Wann wird Europa aufwachen? Wann wird es begreifen, dass digitale Souveränität nicht mit leeren Versprechungen und halbherzigen Gesetzen zu erreichen ist, sondern mit harter Arbeit, klugen Investitionen und der Bereitschaft, die Augen vor der hässlichen Wahrheit nicht zu verschließen? Bis dahin bleibt es ein Spiel ohne Regeln – und die Verlierer sind nicht China oder Russland, sondern Europa selbst.
— **Twight Sterling, Ash & Echo**