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*Die Luft in den Hallen der Macht riecht nach verbranntem Papier und billigem Parfüm. Irgendwo in Washington zündet ein weiterer Aktenordner – diesmal mit dem Stempel „Geheim“, aber eigentlich nur „Ignoranz“ –, während draußen die Welt sich in Rauch auflöst. Die USA, dieses gigantische Casino mit der Realität als Hausbank, hat wieder mal bewiesen, dass sie nicht nur ein Supermacht-Getto sind, sondern auch ein Meister der selbstzerstörerischen Architektur. Und wer die Rechnung zahlt? Nicht die, die sie geschrieben haben.*
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Trump kehrt zurück – oder besser gesagt: er kehrt *zurück zur Macht*, als hätte er nie etwas anderes getan als die globale Wirtschaft in einen gigantischen Pokerraum zu verwandeln, in dem die Bluffs nicht nur teuer werden, sondern ganze Volkswirtschaften zum Würfeln verdammen. Seine Zölle, diese billigen Attrappen der „Stärke“, sind kein Werkzeug der Handelspolitik, sondern ein Symptom einer tieferen Krankheit: die Überzeugung, dass man die Welt mit Steuererhöhungen für Importe und der Drohung, sie „zu bestrafen“, regieren kann. *Wie ein Kleinkind, das mit seinem Spielzeugauto die Straße blockiert und schreit: „Das ist MEIN Spielplatz!“*
Die Architektur der Macht, die Trump hier errichtet, ist kein Bauwerk, sondern ein Minenfeld. Jeder Schritt, den er tut, löst eine Kettenreaktion aus, die nicht nur Unternehmen wie Ford (die sich gerade über *1,5 Milliarden Dollar* Sorgen machen, die sie für Trumps Zölle ausgeben müssen) erschüttert, sondern ganze Branchen. Die Autoindustrie, einst ein Symbol für amerikanischen Ingenieursgeist, wird nun zum Spielball einer Politik, die zwischen „America First“ und „America First zu bezahlen“ schwankt. *Und während die Manager in den Vororten von Detroit über die Kosten weinen, lacht irgendwo ein Lobbyist in einem Anzug aus chinesischer Seide über die Verwirrung.*
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*Regieanweisung: Hier ein Bild von einem US-Soldaten, der vor einem Stapel importierter China-Kisten steht, die mit dem Stempel „STRAFE“ beschriftet sind. Der Soldat starrt in die Kamera, während im Hintergrund ein Haufen Dollarscheine verbrennen. Die Kamera zoomt auf ein „Trump 2024“-Sticker auf seiner Mütze.*
Doch die eigentliche Ironie liegt nicht in den Zahlen, sondern in der *Willkür*. Die Trump-Administration hat längst begriffen, dass das Rechtssystem kein Feind, sondern ein Verbündeter ist – sofern man es entsprechend manipulieren kann. Der Supreme Court, dieser letzte Bastion der „objektiven“ Wahrheit (oder zumindest der alten Wahrheit), wurde mit der Bitte konfrontiert, Trumps Zölle zu segnen – oder zumindest nicht zu stoppen. Doch der Court, der sonst gerne mit der „Freiheit“ klopft, hat diesmal klargestellt: *Nein, Herr Präsident, Sie dürfen nicht einfach die Weltwirtschaft wie ein Schuljunge mit Kreide auf den Asphalt schreiben und dann schreien, wenn jemand nicht „USA“ darauf malt.*
Doch Trump und seine Leute geben nicht auf. Sie haben noch ein paar Trümpfe im Ärmel – oder besser gesagt: im *Gesetzbuch*. Da ist zum Beispiel *Section 301*, dieses scharfe Messer, mit dem man „unfairen Handel“ bestrafen kann. Und dann ist da noch *Section 122*, ein Relikt aus einer Zeit, in der die USA noch nicht so sehr daran gewöhnt waren, die Welt zu behandeln wie ein billiges Souvenir. *Plötzlich wird klar: Die eigentliche Architektur der Macht ist nicht aus Beton, sondern aus Rechtslücken und doppelzüngigen Formulierungen.*
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*Regieanweisung: Ein Porträt von Donald Trump, wie er vor einem Spiegel steht und sich selbst mit einem goldenen Zollstab auf die Schulter klopft. Im Hintergrund ein Hologramm von Xi Jinping, der verzweifelt versucht, etwas zu sagen, während Trump nur grinst und sagt: „Wrong answer.“*
Doch wer profitiert wirklich? Nicht die Arbeiter, die in Fabriken arbeiten, die wegen der Zölle geschlossen werden. Nicht die Verbraucher, die für die gleichen Produkte plötzlich mehr bezahlen müssen. Nicht einmal die US-Unternehmen, die zwar vielleicht kurzfristig „geschützt“ werden, aber langfristig in einer Welt gefangen sind, die sie nicht mehr besuchen kann. *Nein, die wahren Profiteure sind die, die immer profitieren: die Lobbyisten, die Anwälte, die Politiker und – ja – die Konzerne, die sich hinter den Kulissen die Hände reiben, während draußen die Welt brennt.*
Und dann ist da noch die *geopolitische Dimension*. Trump hat längst verstanden, dass Zölle nicht nur Geld kosten, sondern *Beziehungen*. China, die EU, Mexiko – alle müssen jetzt entscheiden, ob sie sich unterwerfen oder sich wehren. Und während Trump in seinen Tweets die „Stärke“ preist, baut er langsam, aber sicher eine neue Weltordnung – eine, in der die USA nicht mehr der unangefochtene König sind, sondern ein Kaiser, der nackt auf der Bühne steht und schreit: *„Ich bin der Größte!“*
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*Regieanweisung: Ein langsamer Zoom auf einen Stapel US-Dollar, die sich in eine Schlange von chinesischen Yuan und europäischen Euro verwandeln. Im Hintergrund ein Schatten – der von Trump, der gerade aus einem Fenster springt, während sein Anzug brennt.*
Am Ende bleibt nur eine Frage: Wie lange kann man eine Architektur der Macht bauen, die auf Sand gebaut ist? Die USA haben sich schon so oft in ihren eigenen Mythen verloren, dass sie vergessen haben, was wirklich wichtig ist. Und während sie mit einem Arm die Weltwirtschaft bedrohen und mit dem anderen nach mehr Steuersenkungen rufen, verliert jemand anders den Überblick. *Die wahre Ironie? Die Architektur der Macht, die Trump errichtet, ist kein Bauwerk – sie ist ein Abriss.* Und irgendwann, wenn die letzten Ziegelsteine der Handelspolitik zu Staub zerfallen sind, wird niemand mehr sagen können, wer eigentlich den Auftrag gegeben hat, das ganze Ding zu sprengen.
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— **Twight Sterrling, Ash & Echo**
*The air in the halls of power smells of burnt paper and cheap perfume. Somewhere in Washington, another file folder is set alight – this time stamped "Secret," but really just "Ignorance" – while outside, the world dissolves into smoke. The USA, this gigantic casino with reality as the house bank, has once again proven that it is not only a superpower ghetto but also a master of self-destructive architecture. And who pays the bill? Not those who wrote it.*
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Trump Returns
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Trump returns – or rather, he returns *to power*, as if he had never done anything other than turn the global economy into a gigantic poker room, where the bluffs not only become expensive but condemn entire economies to roll the dice. His tariffs, these cheap dummies of "strength," are not a tool of trade policy but a symptom of a deeper disease: the conviction that one can rule the world with tax increases on imports and the threat to "punish" them. *Like a toddler blocking the street with his toy car and shouting: "This is MY playground!"*
The architecture of power that Trump is erecting here is not a structure but a minefield. Every step he takes triggers a chain reaction that shakes not only companies like Ford (which is currently worried about the *$1.5 billion* they have to spend on Trump's tariffs) but entire industries. The auto industry, once a symbol of American ingenuity, is now becoming a pawn in a policy that oscillates between "America First" and "Paying for America First." *And while the managers in the suburbs of Detroit weep over the costs, somewhere a lobbyist in a Chinese silk suit laughs at the confusion.*
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*Stage direction: Here is a picture of a US soldier standing in front of a stack of imported China boxes labeled "PUNISHMENT." The soldier stares into the camera, while in the background a pile of dollar bills burns. The camera zooms in on a "Trump 2024" sticker on his cap.*
Yet the real irony lies not in the numbers but in the *arbitrariness*. The Trump administration has long understood that the legal system is not an enemy but an ally – provided one can manipulate it accordingly. The Supreme Court, that last bastion of "objective" truth (or at least the old truth), was confronted with the request to bless Trump's tariffs – or at least not to stop them. But the Court, which otherwise likes to knock with "freedom," made it clear this time: *No, Mr. President, you can't just write the world economy on the asphalt like a schoolboy with chalk and then scream when someone doesn't paint "USA" on it.*
But Trump and his people don't give up. They still have a few tricks up their sleeves – or rather, in the *law book*. There's *Section 301*, for example, that sharp knife with which one can punish "unfair trade." And then there's *Section 122*, a relic from a time when the USA wasn't so used to treating the world like a cheap souvenir. *Suddenly it becomes clear: The real architecture of power is not made of concrete but of legal loopholes and duplicitous formulations.*
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*Stage direction: A portrait of Donald Trump standing in front of a mirror, patting himself on the shoulder with a golden yardstick. In the background, a hologram of Xi Jinping desperately trying to say something, while Trump just grins and says: "Wrong answer."*
But who really benefits? Not the workers who work in factories that are closed because of the tariffs. Not the consumers who suddenly have to pay more for the same products. Not even the US companies that may be "protected" in the short term but are trapped in the long term in a world they can no longer visit. *No, the real profiteers are those who always profit: the lobbyists, the lawyers, the politicians, and – yes – the corporations that rub their hands behind the scenes while the world burns outside.*
And then there's the *geopolitical dimension*. Trump has long understood that tariffs don't just cost money, but *relationships*. China, the EU, Mexico – everyone now has to decide whether to submit or resist. And while Trump praises "strength" in his tweets, he is slowly but surely building a new world order – one in which the USA is no longer the undisputed king but an emperor standing naked on the stage and shouting: *"I am the greatest!"*
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*Stage direction: A slow zoom on a stack of US dollars that turn into a queue of Chinese yuan and European euros. In the background a shadow – that of Trump, who is jumping out of a window while his suit is burning.*
In the end, only one question remains: How long can you build an architecture of power that is built on sand? The USA has lost itself in its own myths so often that it has forgotten what is really important. And while they threaten the world economy with one arm and call for more tax cuts with the other, someone else is losing track. *The real irony? The architecture of power that Trump is erecting is not a structure – it's a demolition.* And at some point, when the last bricks of trade policy have crumbled to dust, no one will be able to say who actually ordered the whole thing to be blown up.
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Kim Benet, Ash & Echo