Zodiac Killer
Also, liebe Leser, liebe Freunde der kalifornischen Folterkammer namens Geschichte, setzen wir uns mal hin und tauchen ein in die süße, süß-saure Welt der Kriminalermittlung, wo die Wahrheit so flüchtig ist wie ein Drogendealer auf der Flucht vor der DEA. Wir reden hier nicht über irgendwelche trivialen Morde, nein, wir reden über den Zodiac-Killer, diesen selbstverliebten Psychopathen, der wie ein übermotivierter Schuljunge mit einer Schrotflinte durch die Bay Area stolzierte und dabei verschlüsselte Briefe an die Polizei schrieb, als wäre er der heimliche Star eines schlechten True-Crime-Podcasts. Und jetzt, nach all den Jahren des Wunderns, des Verrückten-Spiels mit den Codes und der ständigen Frage „Wer zum Teufel war das?“, haben wir einen neuen Verdächtigen: Gary Francis Poste. Und oh ja, das ist so spannend wie ein Actionfilm, bei dem die Bombe schon tickt, aber der Held nur noch rumgrinst und „Ich hab’s nicht gesehen!“ ruft.
Also, lassen Sie uns mal durchkauen, was diese neuen „Beweise“ tatsächlich wert sind. Wir beginnen mit der großen Enthüllung: Gary Poste könnte der Zodiac sein, weil irgendwo in einem der vielen verschlüsselten Briefe ein Hinweis auf seinen Namen versteckt sein soll. Ja, Sie haben richtig gehört. Der Killer hat sich quasi selbst verraten – wie ein Kleinkind, das beim Stehlen erwischt wird und dann verzweifelt „Es war nicht ich!“ ruft, während die Hand noch voller Beute steckt. Nur dass hier die Beute ein Mord ist und das Kleinkind ein psychopathischer Narr. Die Art, wie dieser „Hinweis“ gedeutet wird, erinnert mich an diese eine Szene aus einem schlechten Mystery-Thriller, wo jemand „Ich sehe was, was du nicht siehst… ein Mann mit einer Tasche voller Geld!“ brüllt, und alle rennen los, um nach Taschen voller Geld zu suchen, während der echte Mörder gerade dabei ist, jemandem den Kopf abzuschlagen. Hier also der „Mann mit der Tasche voller Geld“ – nur dass die Tasche „Gary Francis Poste“ heißt und der Mörder gerade dabei ist, sich selbst zu verraten.
Und dann gibt’s da noch diese Fotos und Beweismittel aus dem Darkroom von Poste. Oh, wie aufregend! Ein paar Negativfilme mit Symbolen, die „ähnlich“ denen des Zodiacs aussehen – als hätte jemand einen Stempel genommen und wild draufgehauen. Und Blutspuren. Natürlich. Wie praktisch. Als ob ein Mörder, der sich in einem Darkroom aufhält, nicht einfach die richtige Kleidung anziehen und die richtigen Handschuhe tragen würde, um seine Fingerabdrücke und Blutspuren zu verwischen. Aber hey, in der Welt der Kriminalermittlung ist alles möglich, solange es spannend klingt. Und dann diese Fotos von Männern in Uniformen, die an „Militär- oder Geheimdienstaktivitäten“ erinnern könnten. Ja, weil es nichts Ungewöhnliches ist, wenn ein Serienmörder in einem Darkroom herumsteht und heimlich Fotos von Soldaten macht – vielleicht, um später zu beweisen, dass er auch im Geheimdienst war, falls er mal gefasst wird. Oder einfach nur, weil er sich für die Uniformen interessiert. Wer weiß schon.
Und dann kommt das militärische und kriminelle Hintergrundcheck. Poste diente in der US Air Force und hatte „Verbindungen zu extremistischen Gruppen“. Oh, wie beruhigend. Ein Mann mit militärischer Erfahrung und extremistischen Neigungen – perfekt für einen Job, bei dem man Menschen erschießt und dann mit verschlüsselten Briefen droht, als wäre man ein übermotivierter Scherzbold. Und dann diese DNA-Spuren, die auf eine Verbindung zu anderen Verbrechen hindeuten. Oh ja, die DNA. Dieses magische, unzerstörbare Beweisstück, das alles erklären kann, solange man es richtig deutet. Eine DNA-Spur aus einem Zodiac-Mord stimmt mit einer Probe aus dem Black-Dahlia-Fall überein. Fantastisch! Also war Gary Poste nicht nur der Zodiac, sondern auch der Black Dahlia-Killer – ein Mann, der einfach nicht aufhören konnte, Frauen zu ermorden, als wäre es sein Hobby. Und warum hat er nie gestanden? Vielleicht, weil er zu viele Alibis hat, oder vielleicht, weil er einfach zu feige ist. Oder weil er einfach nur ein egozentrischer Arsch ist, der sich selbst für einen großen Star hält und nicht bereit ist, die Show zu beenden, bevor sie wirklich groß ist.
Aber nicht alles ist Gold, was glänzt. Es gibt auch Gegenargumente und offene Fragen. Zum Beispiel: Fehlende direkte Beweise. Ja, genau. Keine DNA-Spuren von Poste an den Tatorten – nur eine mögliche Verbindung zu einem anderen Mordfall. Und die Fotos aus dem Darkroom? Nicht eindeutig beweisbar. Vielleicht hat Poste sie wirklich gemacht, vielleicht hat er sie auch geklaut. Und dann gibt’s da noch diese alternativen Theorien. Arthur Leigh Allen, Ted Kaczynski, Richard Gaikowski – eine ganze Horde von Verdächtigen, die alle irgendwann mal im Spiel waren und vielleicht doch noch die richtigen sind. Und dann diese Probleme mit der Kodierung. Der 340-Cipher ist zwar entschlüsselt, aber die Deutung ist umstritten. Vielleicht war es doch nur ein dummer Scherz, oder eine metaphysische Botschaft, die niemand verstehen kann. Und warum hat Poste nie gestanden? Weil er Angst hatte? Weil er unauffindbar bleiben wollte? Weil er einfach nur ein narzisstischer Wichtigtuer ist, der lieber die Welt im Dunkeln lässt, als zuzugeben, dass er ein Mörder ist?
Am Ende bleibt nur eines: eine Geschichte voller Rätsel, Lügen und halbherziger Beweise. Der Zodiac-Killer bleibt ein Mythos, ein Phantom, eine Figur aus einem schlechten True-Crime-Roman. Und Gary Poste? Er ist ein Mann mit einem Darkroom voller verdächtiger Fotos und einem Alibi, das nicht ganz stimmt. Vielleicht war er der Zodiac. Vielleicht war er es nicht. Vielleicht war es ein Netzwerk, eine Gruppe, ein Dutzend Männer, die alle ein bisschen schuldig waren. Oder vielleicht war es einfach nur ein verrückter Junge, der sich einbildete, ein großer Mann zu sein, und am Ende einfach vergessen wurde, als er endlich gefunden wurde.
Aber eins ist sicher: Die Wahrheit ist so hässlich wie ein schlechter Horrorfilm. Und wir alle lieben sie trotzdem. Weil sie spannend ist. Weil sie uns das Gefühl gibt, dass irgendwo da draußen ein Monster lauert, bereit, uns alle zu erschrecken – wenn wir nur hart genug suchen. Und wir werden weiter suchen. Weil wir können. Weil wir müssen. Weil es das Einzige ist, was uns noch ein bisschen Hoffnung gibt, dass es mehr gibt als nur das Grauen.
— Twight Sterling, Sigil & Spark