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Remote Viewing

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Forschungsbericht: Remote Viewing - Ein Kapitel der Geheimdienstgeschichte

Die Geschichte des Remote Viewings ist einzigartig. Sie spiegelt die geopolitischenängste des Kalten Krieges wider und stellt eine Mischung aus wissenschaftlicher Neugier, staatlicher Faszination für das Paranormale und kritischer Skepsis dar. Dieser Bericht verfolgt die lange Spur von den Anfängen bis zu den modernen Interpretationen, um Licht auf ein Thema zu werfen, das zwischen Wissenschaft und Spekulation schwankt.

### Die Entstehung im Kalten Krieg

Im Jahr 1973 begann die Defense Intelligence Agency (DIA) und die CIA in den USA mit der Untersuchung von Extrasensorischen Wahrnehmungen (ESP). Die Sorge war, dass die Sowjetunion ein technologisches Vorsprung in diesem Bereich haben könnte. Das Stanford Research Institute (SRI) wurde beauftragt, diese Fähigkeiten zu untersuchen, unter der Leitung von Physikern Hal Puthoff und Russell Targ sowie dem Künstler Ingo Swann.

Die entwickelte Methode der "Coordinate Remote Viewing" (CRV) setzte geografische Koordinaten ein, um ESP wissenschaftlich zu testen. Ein bemerkenswerter Fall war Swanns Vorhersage von Jupiter Details vor der Ankunft der Pioneer-Sonden. Er beschrieb eine Atmosphäre aus Wasserstoff und Helium sowie Ringe, die später bestätigt wurden.

### Die operative Phase: Stargate und Sun Streak

Das Stargate Project (1978–1995) war die operative Spitze, mit Viewer wie Joseph McMoneagle. Ein spektakulärer, aber umstrittener Teil war "Project Sun Streak" (1985–1995), das verborgene Objekte orten sollte. Die Suche nach der Bundeslade im Jahr 1988 wurde als Beweis für die Wirksamkeit betrachtet, doch McMoneagle relativierte später die Ergebnisse ohne physische Bestätigung.

### Wissenschaftliche Bewertung

Meta-Analysen wie die von Tressoldi und Katz (2023) zeigten statistisch signifikante Abweichungen mit einer Effektstärke von 0,34. Jessica Utts CIA-Gutachten wies p-Werte unter 10⁻²⁰ nach. Kritiker wie Ray Hyman argumentierten jedoch, dass Methodenfehler und selektive Berichterstattung die Ergebnisse erklären könnten.

Die CIA beendete Stargate 1995, da die Daten operational unbrauchbar waren - zu vage, inkonsistent und irrelevant.

### Moderne Weiterentwicklung: ARV

Greg Kolodziejzyk entwickelte "Associative Remote Viewing" (ARV) für Finanzmärkte vorhersagen. Mit 60% Trefferquote bei über 5.000 Versuchen meldete er statistische Signifikanz, doch Kritiker weisen auf methodische Schwächen hin.

### Offene Fragen

Warum zeigen bestimmte Viewer labormäßige Abweichungen? Ist es ein physikalisches Phänomen oder kognitive Prozesse? Die deklassifizierten Dokumente beweisen die staatliche Faszination, nicht die Existenz als Technologie.

### Fazit

Remote Viewing war ein reales historisches Phänomen, aber keine wissenschaftliche Technologie. Stargate und Sun Streak waren Initiativen aus strategischer Angst, geprägt von umstrittenen Experimenten. Statistische Anomalien im Labor standen praktischer Kritik nicht.

Spekulationen über UFOs oder biblische Artefakte bleiben unbelegt. Der Bericht markiert das Ende einer Ära der staatlichen Parapsychologie, hinterlässt ein wissenschaftliches Erbe voll Widersprüche.


Twight Sterling, Sigil & Spark

◈ ENTITÄTEN IM GRAPH
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