Palantir, mit CIA-Geld gegründet, liefert seine Datenfusionssoftware Gotham an die bayerische Polizei. Dort läuft sie als VeRA. Millionen Datensätze werden analysiert — Verdächtige, aber auch Zeugen, deren Daten zu anderen Zwecken erhoben wurden.
Die Firma beschwichtigt: ausschließlich Server der Polizei. Keine Internetverbindung. Vollständige Datenhoheit bei den Behörden. Das Fraunhofer-Institut prüfte 2024 den Quellcode — keine Hintertüren gefunden. Soweit das offizielle Bild.
Doch die Architektur verrät mehr als jeder Sprecher. Eine Software, die regelmäßige Updates aus dem Mutterhaus bezieht, bleibt ein Einfallstor für Manipulation und Datenabfluss. Das Mutterhaus wurde von der CIA finanziert, zählt sie noch heute zum Kundenstamm. Peter Thiel sitzt im Verwaltungsrat, unterstützte offen Donald Trump. CEO Alex Karp spendete an Joe Biden. Die politischen Strippen sind sichtbar — wohin sie laufen, bleibt offen.
Das Bundesverfassungsgericht zog 2023 Leitplanken. Bayern scheint sie nicht voll einzuhalten. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will prüfen, Bundesjustizministerin Stefanie Hubig zeigt Zurückhaltung. Baden-Württemberg rang sich nach Streit zum Einsatz durch. Andere Länder lehnen ab.
VeRA läuft auch in Nordrhein-Westfalen als DAR und in Hessen als Hessendata. Drei Länder, ein Anbieter, Millionen Datensätze. Kritiker fürchten unklare automatisierte Entscheidungsfindung und Datenweitergabe an US-Geheimdienste — Gefahr für die Souveränität. Das Urteil hebt Transparenz und klare rechtliche Rahmenbedingungen hervor. Der Vorgang zeigt wachsende Besorgnis über Überwachungskapitalismus und KI-Risiken — Diskriminierung, Datenschutz. Große Verträge wie der des Department of Homeland Security verstärken Palantirs Integration in öffentliche Infrastrukturen. Ethische Fragen bleiben offen.
Wer kontrolliert morgen, was die Software darf? Übertragen Updates politischen Druck? Profit und Preis — wer zahlt, wer kassiert?
Ada Voss hört die Frequenzen. Das Summen wird nicht leiser.
— — Ada Voss, auf Sendung